Mord in Schweden Internationaler Haftbefehl: Polizei fasst Mann am Flughafen

Im Schnitt zweimal am Tag gehen der Bundespolizei am Münchner Flughafen mit Haftbefehl gesuchte Personen ins Netz, sogar international gesuchte Mörder oder Mordverdächtige ziehen die Beamten immer wieder aus dem Verkehr. Foto: Bundespolizei

Er soll Ende Oktober einen Mann in Schweden erschossen haben. Jetzt ging der 22-jährige Kosovare der Bundespolizei am Münchner Flughafen ins Netz.

München - Die Beamten der Bundespolizei konnten einen international gesuchten Mörder am Münchner Flughafen festnehmen. Der gebürtige Kosovare und schwedische Staatsangehörige ging den Polizisten am Samstagnachmittag bei seiner Einreise aus Pristina ins Netz. Die Behörden in Schweden hatten erst seit Anfang der Woche mit internationalem Haftbefehl nach dem 22-Jährigen gesucht.

Der Mann soll Ende Oktober im schwedischen Helsingborg zusammen mit einem Komplizen einen Mann ermordet haben. Den schwedischen Ermittlern zufolge schoss er mehrmals auf das Opfer ein, welches sofort tot war. Die Behörden gehen davon aus, dass der Mann direkt nach der Tat floh – sie vermuteten, dass er sich im EU-Ausland aufhalten würde. Sie sollten recht behalten: Nicht einmal eine Woche nach Veröffentlichung des Haftbefehls konnte der Täter festgenommen werden.

Am Sonntag führten Bundespolizisten den Festgenommenen dem Haftrichter vor und lieferten ihn anschließend in die JVA Stadelheim ein. Dort muss er nun das Auslieferungsverfahren abwarten. Der 22-Jährige muss mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen.

 

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