Mord in Meiling Wer kennt den Kanister-Mann?

In diesem Haus in Meiling wurde das Ehepaar Opfer des Raubüberfalls. Foto: az

Die Polizei sucht nach einem Unbekannten mit Koteletten und Dreitagebart, der die Opfer am Tattag um Wasser gebeten hat.

 

Seefeld - Im Mordfall von Meiling hat die Polizei eine erste Spur: Sie sucht einen 30 bis 40 Jahre alten Mann mit Koteletten und Dreitagebart.

In der Nacht zum Samstag waren mehrere Täter im Seefelder Ortsteil Meiling (Landkreis Starnberg) in das Haus eines älteren Ehepaares eingedrungen. Sie schlugen mit einer Dachlatte auf den 72-jährigen Hausbesitzer und seine 67-jährige Frau ein und sperrten ihre blutüberströmten Opfer anschließend in einer fensterlosen Kammer ein.

Erst am Montagmorgen entdeckte ein Zeitungsausträger das Verbrechen, alarmierte Polizei und Notarzt. Für den 72-Jährigen kam jede Hilfe zu spät: Er war bereits tot.

Die schwer verletzte Ehefrau, die seitdem in einem Krankenhaus behandelt wird, hat nun erstmals ausgesagt – und einen Mann beschrieben, der am späten Freitagnachmittag an ihrer Haustür geklingelt hat. Der Unbekannte hatte einen Kanister dabei und bat, diesen mit Wasser auffüllen zu dürfen.

Womöglich war das nur ein Vorwand, um das Haus der Rentner auszuspähen.

„Der Mann war 30 bis 40 Jahre alt, 1,75 bis 1,85 Meter groß, hatte eine sportliche, schlanke Figur und ein gepflegtes Erscheinungsbild mit eher dunklem Teint“, teilte die Kripo mit. „Sein Typus hatte einen osteuropäischen Anschein. Die Haare waren kurz gelockt, schwarz und glänzend.“

Besonders auffällig: Er trug Koteletten und einen Dreitagebart.

Der mysteriöse Fremde war mit einem zweiteiligen dunkelblauen Jogginganzug bekleidet, auf dessen Jacke links über der Brust ein weißes Logo aufgedruckt war. An den Füßen hatte er weiße Sportschuhe.

Wer Hinweise zu dem Gesuchten geben kann, oder von ihm ebenfalls nach Wasser gefragt wurde, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck zu melden, Telefonnummer: 08141 / 6120.

 

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