Modellbau-Affäre Haderthauer-Prozess verzögert sich

Der wegen Betrugs und Steuerhinterziehung angeklagte Hubert Haderthauer (r.) unterhält sich mit seinem Anwalt. Foto: dpa

Der Prozess gegen Hubert Haderthauer wegen Betrugs und Steuerhinterziehung verzögert sich. Dabei ist der Rummel für ihn und seine Familie ohnehin schon sehr lange eine große Belastung, wie Haderthauer vor Gericht erklären ließ.

 

München - Der Prozess gegen den Ehemann von Ex-Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) um die sogenannte Modellbau-Affäre dauert länger. Richter Rupert Heindl setzte am Freitag weitere Termine in dem Betrugs- und Steuerhinterziehungsprozess gegen Hubert Haderthauer an. Am 25. Februar soll ein weiterer Zeuge gehört werden, am 26. Februar könnte dann möglicherweise das Urteil fallen.

Die Staatsanwaltschaft wirft Hubert Haderthauer vor, als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Sapor Modelltechnik einem früheren Mitgesellschafter einen niedrigeren Unternehmenswert vorgetäuscht und ihn so um gut 84 000 Euro geschädigt zu haben. Außerdem soll er Tausende Euro Steuern hinterzogen haben. Christine Haderthauer musste 2014 im Zuge der Affäre als Staatskanzleichefin zurücktreten.

Hubert Haderthauer hat die Betrugsvorwürfe im Prozess entschieden zurückgewiesen. Sein Verteidiger verlas am Freitag außerdem eine Erklärung des Angeklagten. Darin betonte er, wie sehr die Modellbau-Affäre und die öffentliche Aufmerksamkeit ihn und seine Familie belasteten: "Die Hausdurchsuchung, der Rücktritt meiner Frau, der Untersuchungsausschuss im Landtag." Jeder in Bayern sei wahrscheinlich inzwischen mit dem Fall in Berührung gekommen, es habe Vorverurteilungen gegeben. Haderthauer sei seit rund einem Jahr gesundheitlich sehr angeschlagen, leide an Herzrhythmusstörungen und Vorkammerflimmern.

 

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