Showdown vor Gericht Modellauto-Affäre: Haderthauers sollen mehr zahlen

, aktualisiert am 02.02.2018 - 08:42 Uhr
Christine Haderthauer muss sich in der Modellauto-Affäre vor Gericht verantworten. Foto: dpa

Ein früherer Partner der Modellauto-Firma will Zehntausende Euro von Christine Haderthauer, weil er sich betrogen sieht. Im Juni kommt's zum Showdown.

 

München - Modellauto-Affäre und kein Ende: Ein ehemaliger Geschäftspartner fordert Nachzahlungen im hohen fünfstelligen Bereich, um die er bei Vergleichsverhandlungen geprellt worden sein soll.

Die hochwertigen Modellautos, die ein verurteilter Mörder im Maßregelvollzug baute, wurden von der ehemaligen Ministerin und Staatskanzlei-Chefin Christine Haderthauer und ihrem Ehemann Hubert Haderthauer als Gesellschafter der Firma Sapor Modelltechnik für teures Geld an Liebhaber verkauft. Dabei ließen sich leicht fünfstellige Gewinne pro Modell erzielen.

Vor einer Zivilkammer des Landgerichts München verlangt nun der ehemalige Sapor-Gesellschafter Roger Ponton mehr Geld für seine Geschäftsanteile von dem Ehepaar sowie der Erbin des letzten Sapor-Inhabers.

Im Juni treffen alle drei aufeinander

Am Donnerstag kreuzen die Anwälte die Klingen. Die Positionen scheinen dabei äußerst festgefahren, ein Vergleich kommt nicht zustande.

Die Haderthauers werfen Ponton vor, sich nicht mehr um Sapor gekümmert zu haben. Der erhebt dagegen Vorwürfe, dass man ihn bei Vergleichsverhandlungen im Jahre 2011 mithilfe falscher Zahlen über die Geschäfte der Firma über den Tisch gezogen habe. Die 20.000 Euro, die er damals bekam, seien jedenfalls viel zu wenig.

Am 7. Juni kommt es zum Showdown. Dann sollen Ponton und die Haderthauers der Kammer Rede und Antwort stehen - das persönliche Erscheinen ist für alle drei Pflicht.

 

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