Mobiko: Mehr als Firmenwagen und Yoga Münchner Start-up: Mobilitätsbudget für Angestellte

Ein Großteil der Mobiko-Belegschaft mit Andreas Reichert (r.). Foto: Mobiko

Das Münchner Start-up Mobiko bietet Mitarbeitern eine Mobilitäts-App, mit der sie sich Kosten, wie etwa fürs Bahnticket, erstatten lassen können.

 

München - Deutschlands Unternehmen fehlen an allen Ecken und Enden gut ausgebildete Mitarbeiter. Im Rennen um die besten Köpfe setzen Firmen deshalb immer mehr auf Zusatzangebote für Arbeitnehmer: Die Palette reicht von Dienstauto und Laptop bis hin zu kostenlosen Yogakursen sowie freier Gestaltung der Arbeitszeit. Das Münchner Start-up Mobiko zeigt Unternehmen nun eine neue Alternative auf – das sogenannte Mobilitätsbudget.

Zusatzleistung Mobilitätsbudget: Mobiko

"Damit können Arbeitgeber ihren Beschäftigten ein Zuckerl bieten, das Mitarbeitern ermöglicht, flexibel zu entscheiden, wie sie von A nach B kommen möchten", sagt Andreas Reichert, Mitgründer von Mobiko (kurz für Mobilitätskontingent), der AZ. Das Start-up entstand im Februar 2018 aus einer Partnerschaft zwischen der Münchner Digitalfirma Mantro und der Audi Business Innovation. Die Tochter des Autobauers investierte vor Kurzem einen Betrag in Millionenhöhe in Mobiko.

Das Start-up, das im Bereich der Mobilitätsbudgets mit dem Mietwagenriesen Sixt und der Daimler-Tochter Athlon konkurriert, bietet quasi eine Universalflatrate für Mobilität: Nutzer haben die freie Entscheidung, ob sie mit dem Leihradl, E-Scooter, ÖPNV oder Auto zur Arbeit kommen oder das Budget, das sie monatlich virtuell per App vom Arbeitgeber erhalten, in ihrer Freizeit nutzen wollen.

Abrechnung durch die App des Startups

Die Abrechnung der angefallenen Kosten für das Verkehrsmittel oder die Mobilitätsdienstleistung erfolgt später komplett digital via Smartphone: Mitarbeiter können ihre Rechnungen und Tickets, etwa für Bahnfahrten, abfotografieren oder den PDF-Beleg in die Mobiko-App hochladen. Die Anwendung prüft die Rechnung – auch in Hinblick auf möglicherweise anfallende Steuern –, der Mitarbeiter erhält die Ausgaben dann bis zur maximalen Höhe seines monatlichen Gesamtbudgets mit dem nächsten Gehalt auf sein Konto überwiesen.

"Die Firmen müssen nicht mehr mit Verkehrsverbänden oder Leasing-Anbietern Konditionen auskarteln. Auch der Papierkram fällt weg", nennt Mitgründer Reichert Vorteile seiner App. Vor allem will er mit seinem Start-up den Stadtverkehr grüner und nachhaltiger machen. "Da können wir einen großen Beitrag zur Verkehrswende leisten – gemeinsam mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern", sagt Reichert.

 

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