Mit Kunstinstallation Im Dom: Aschermittwoch der Künstler

Wie jedes Jahr wird auch heuer in der frauenkirche der traditionelle "Aschermittwoch der Künstler" gefeiert. Foto: AZ-Archiv

Beim „Aschermittwoch der Künstler“ feiert Kardinal Marx Erzbischof von München und Freising einen Gottesdienst mit Kulturschaffenden. Dazu gibt es eine  Kunstinstallation und Texte des Münchner Autors Maximilian Dorner. 

 

Altstadt - Zum traditionellen „Aschermittwoch der Künstler“ feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, am Aschermittwoch, 5. März, um 19 Uhr mit Künstlern und Kulturschaffenden ein Pontifikalamt im Münchner Liebfrauendom.

Der Aschermittwoch der Künstler in München steht in diesem Jahr unter dem Leitthema „Zerbrechlichkeit“ und setzt sich mit dem Paulus-Wort aus dem zweiten Brief an die Korinther auseinander: „Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt“ (2 Kor 4,7).

Der Gottesdienst mit Segnung und Austeilung der Asche wird musikalisch gestaltet von Mitgliedern der Capella Cathedralis unter Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz. Zur Aufführung kommen unter anderem die Vertonung des 130. Psalms „Aus der Tiefe“ und die Motette „Der Mensch“ von Heinrich Kaminski.

Vor dem Gottesdienst ist von 18.15 bis 18.45 Uhr die Installation „Dom aus Glas“ zu sehen.

Dazu haben Studierende der Akademie der Bildenden Künste München verschiedene Objekte angefertigt, und es wird ein Text des Münchner Schriftstellers Maximilian Dorner gelesen.

Im Rahmen des Gottesdienstes trägt Dorner, der an Multiple Sklerose erkrankt ist, selbst eine Meditation über die Zerbrechlichkeit des Körpers vor.

Einzelne Installationsobjekte verbleiben während der Fastenzeit im Dom.

Der Aschermittwoch der Künstler wurde von dem katholischen Schriftsteller und Diplomaten Paul Claudel nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris begründet. Er wird mittlerweile in mehr als 100 Städten weltweit gefeiert.

Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit als Zeit der Umkehr und Vorbereitung auf Ostern. Wie bei allen katholischen Gottesdiensten an diesem Tag wird Kardinal Marx im Liebfrauendom mit dem Ritus der Aschenauflegung an die österliche Bußzeit erinnern.

Während er den Gläubigen ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnet, spricht er die Worte aus dem Buch Genesis: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“.

 

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