Mit 50 Millionen Euro München: Die Rathaus-CSU will Sportvereine unterstützen

Der MTV-Sportpark. Foto: Daniel von Loeper

Die Münchner Rathaus-CSU hat gestern Abend bei einem Empfang im Rathaus den Antrag vorgestellt. Das Geld zur Schaffung zusätzlicher Sportstätten soll in Hallen und Freiflächen fließen.

 

München - Ein Schmankerl hatte die Rathaus-CSU gestern Abend beim Sportempfang der Stadt den zirka 105 Sportvereinen, die hier erschienen waren, mitgebracht.

Zum Empfang geladen hatten Fraktionschef Manuel Pretzl, OB-Kandidatin Kristina Frank und die sportpolitische Sprecherin Ulrike Grimm (alle CSU). Ziel sollte es sein, "einfach mal Danke zu sagen". Dieser Dank kam mit einem Geschenk daher: Die Fraktion möchte beantragen, dass die Stadt zur Schaffung zusätzlicher Sportstätten jährlich fünf Millionen Euro zur Verfügung stellt. Und zwar über einen Zeitraum von zehn Jahren – es geht also um 50 Millionen Euro!

Hohe Lebensqualität: Mehr Sportflächen für München

"München wächst rasant. Um die hohe Lebensqualität zu erhalten, müssen wir parallel zu diesem Wachstum den Ausbau der Infrastruktur vorantreiben", sagt Manuel Pretzl. Der Ausbau der Sportstätten sei hierfür ein gutes Beispiel.

Das Geld soll grundsätzlich zur Schaffung neuer Sportflächen zur Verfügung gestellt werden. Welche Flächen das sind, ist nicht definiert. Es könne sich um Hallen, neue Außenflächen oder Dachflächen handeln, für die das Geld zum Einsatz kommt.

"Auch sollen die Mittel bei Bedarf möglichst unbürokratisch und rasch zur Verfügung gestellt werden", steht im Antrag der CSU, den sie heute einreichen möchte. "Ein solcher Ausbau kommt den alteingesessenen Münchnerinnen und Münchnern genauso zugute, wie all denen, die wir neu in unserer Stadt begrüßen", findet Manuel Pretzl.

Wachstum der Stadt - Aufstocken des Fördertopfs

Kristina Frank kann das nur unterstreichen. Frank, die sich selbst als "leidenschaftliche Sportlerin" bezeichnet, sagt: "Neben dem Spitzensport müssen wir unser Augenmerk auch auf den Breitensport richten." Ein zusätzliches Fördervolumen von 50 Millionen Euro sei ein starkes Zeichen in Richtung aller Sportvereine und ihrer Mitglieder – und gleichzeitig gut angelegtes Geld.

Die CSU-Fraktion fordert zudem, dass die Sportbetriebs- und Unterhaltspauschale von derzeit drei Millionen Euro auf vier Millionen Euro aufgestockt wird. Für die CSU ebenfalls eine logische Konsequenz, die man aufgrund des hohen Wachstums in der Stadt ziehen müsse. "Um auch künftig den steigenden Bedarf decken zu können, sollte der Fördertopf aufgestockt werden", heißt es in dem Antrag.

Ulrike Grimm sagt zu beiden Vorstößen: "Die Sportvereine leisten einen enorm wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Stadt." Die Wertschätzung den Vereinen gegenüber dürfe sich jedoch nicht nur in Sonntagsreden erschöpfen. Grimm: "Wir müssen konkrete Unterstützung organisieren. Das tun wir mit unserem Antrag."

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