Mieten und Wohnen 1100 neue Wohnungen für München

Ein Foto von 1964: Wohnsiedlung der GWG am Harthof. Foto: Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW)

Auf dem Meilergelände, in der Freischützstraße, am Harras und in der Blutenburgstraße hat die Stadt die planungsrechtlichen Weichen für neuen Wohnraum gestellt

 

München - München wächst – und zwar derart rasant, dass das Wohnungsproblem immer schlimmer wird. Bereits jetzt wohnen 1,5 Millionen innerhalb der Stadtgrenzen. Und der Zuzug (und die hohe Geburtenrate) hält weiter an. Deshalb weist die Stadt Baurecht für neuen Wohnraum aus, wo immer das möglich ist.

Jetzt wurden um Planungsausschuss die Weichen für vier Bebauungsplanverfahren gestellt. 1100 Wohnungen werden allein hier verwirklicht:

Meillergelände - für das rund 6,4 Hektar große Betriebsgelände der Unternehmensgruppe Meiller am Memminger Platz wurde der Billigungsbeschluss gefasst. Das bisherige Kerngebiet im Bereich der Margarete-Steiff-Straße soll zu einem Mischgebiet, die übrigen Kerngebiete bis auf den Bereich der historischen Rathgeber-Villa zu Wohngebieten umgewandelt werden. Es werden rund 570 Wohnungen geschaffen.

Freischützstraße – für den Bebauungsplanentwurf für den Bereich zwischen Freischützstraße und Johanneskirchner Straße hat der Ausschuss den Billigungsbeschluss gefasst. Die brachliegende Gewerbefläche mit Bürobebauung soll zu einem attraktiven, lärmgeschützten Wohnquartier mit rund 220 Wohneinheiten entwickelt werden. Ein Teil davon als seniorengerechtes Wohnen bzw. Wohnen ab 60. Eine Kindertageseinrichtung und zwei Läden entstehen auch.

Plinganserstraße – vorbehaltlich der Zustimmung der Vollversammlung erfolgte im Ausschuss der Beschluss, für einen Bereich südlich des Harras einen Bebauungsplan aufzustellen und einen Realisierungswettbewerb durchzuführen. Dabei soll das bestehende Quartier nachverdichtet werden und zirka 200 neue Wohnungen insbesondere entlang der Plinganserstraße entstehen.

Die innenliegenden Freiflächen werden neu geordnet, aufgewertet und vor Lärm geschützt.

Als zusätzliche Angebote entstehen eine Kindertagesstätte mit zwei Kindergarten- und zwei Kinderkrippengruppen sowie ergänzende Dienstleistungen in den Erdgeschossbereichen entlang der Plinganserstraße.

Aufgrund der prominenten Lage an der Isarhangkante sowie an der Plinganserstraße ist für Herbst 2014 die Durchführung eines Realisierungswettbewerbes unter Beteiligung der Landeshauptstadt München am Preisgericht vorgesehen. Das Ergebnis des Wettbewerbs wird die anschließende Grundlage für das weitere Bauleitplanverfahren sein.

Blutenburgstraße/Pappenheimstraße – hier hat der Planungsausschuss die Änderung des bestehenden Bebauungsplans für einen Teil des Telekomgeländes auf den Weg gebracht.

Auf nicht mehr benötigten Flächen der Zentralvermittlungsstelle sollen Neubauten mit rund 100 Wohnungen sowie Dienstleistungsnutzungen und sozialer Infrastruktur (Krippen- und Kindergartengruppen) entstehen.

Das denkmalgeschützte ehemalige Krankenhaus soll erhalten und mit Wohnnutzungen belegt werden.

Der Investor wird auf der Grundlage des rechtsverbindlichen Bebauungsplans einen Wettbewerb ausloben.

 

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