Meine Isarvorstadt Das Viertel schläft nie

Auf der Suche nach was Neuem? Oder Altem? Bei diesem Trödler in der Fraunhoferstraße könnte Bürgerreporterin Sarah Mikoleizik fündig werden. Foto: Gregor Feindt

Mein Viertel - AZ-Serie Folge 3: Sarah Mikoleizik (22) wohnt in der Isarvorstadt. Das lebendige Viertel am südlichen Rand der Altstadt hat es ihr angetan.

 

München - Das Besondere an der Isarvorstadt ist ihre erstaunliche Vielfalt. Hier treffen so viele unterschiedliche Menschen und Stile aufeinander. Feiernde Jugendliche, junge Familien und überzeugte Singles leben hier direkt nebeneinander. Gleich neben der einfachen Dönerbude findet man die exquisite Chocolaterie, und gleich gegenüber die neueste Bio-Bäckerei.
Die schönen alten Häuser faszinieren mich, seit ich vor zwei Jahren hierher gezogen bin. Mir gefällt außerdem, dass hier immer etwas los ist.

Es wird einfach niemals langweilig in dem Viertel. Und wenn es einen mal in die Altstadt zieht, dann erreicht man diese auch ganz schnell. In nur wenigen Minuten ist man zu Fuß schon am Viktualienmarkt.

Eine Kehrseite hat dieses Viertel natürlich auch: Die Isarvorstadt ist mit Sicherheit eines der extremsten Beispiele für Gentrifizierung in München. Viele urige, alten Gebäude und Einrichtungen, mussten bereits etwas Neuem weichen. Dennoch finde ich nicht, dass das Viertel, insbesondere das Glockenbachviertel, etwas von seinem ganz eigenen Charme eingebüßt hat.
Immer wieder höre ich auch von Freundinnen, dass sie gerne die vielen Bars in der Isarvorstadt besuchen. Gerade weil das Viertel eine Hochburg für Homosexuelle ist, braucht man sich hier weniger fürchten, wenn man als Frau mal alleine unterwegs ist. Wobei – so ganz alleine ist man hier sowieso nie. Hier ist 24 Stunden am Tag etwas los.
 

 

1 Kommentar