Mehr Sport Kleine Kristallkugel für Hölzl - Riesch Dritte im Heimrennen

Kathrin Hölzl liegt in Führung Foto: dpa

GARMISCH-PARTENKIRCHEN - Als erste deutsche Skirennfahrerin seit Martina Ertl vor zwölf Jahren holte sich die Bischofswiesenerin mit Platz zwei beim Weltcup-Finale in Garmisch-Partenkirchen die Disziplin-Trophäe im Riesentorlauf.

 

Weltmeisterin Hölzl verpasste nur um 3/100 Sekunden den Rennsieg, der an die Slowenin Tina Maze ging. Als Dritte kam Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch auf das Podest. Die im ersten Durchgang gestürzt ausgeschiedene Amerikanerin Lindsey Vonn führt die Gesamtwertung mit 165 Punkten vor Riesch an. Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg belegte beim Rennen den vierten Platz. «Es war natürlich ein sensationelles Rennen für uns - Zweite, Dritte, Vierte», sagte Bundestrainer Mathias Berthold.

Bei Olympia war Hölzl noch leer ausgegangen, jetzt holte sie sich die sportlich wertvolle Wertung für die Saisonbeste. «Ich bin überwältigt. Es ist einfach der Wahnsinn», sagte die 25-Jährige, die die Erfolgsliste im Riesentorlauf für den Deutschen Skiverband (DSV) komplettierte. Weltmeistertitel, Olympiasieg - und jetzt auch noch die Kristallkugel. «Wir hatten ausgemacht: Sie legt vor - und ich lege nach», sagte Riesch, die die Slalom-Kugel gewinnen will.

Spannendes Finish um Gesamtweltcup bei den Herren

Bei den Männern hat Erik Guay den Disziplin-Weltcup im Super-G gewonnen. Guay siegte in Garmisch-Partenkirchen beim letzten Saison-Weltcup im Super-G vor dem Kroaten Ivica Kostelic sowie dem norwegischen Olympiasieger Aksel Lund Svindal und holte die erste Kristallkugel für Kanada. Der bis vor dem Rennen führende Österreicher Michael Walchhofer kam nur auf den 15. Platz. Besser fuhr sein Landsmann Raich. Der Doppel-Olympiasieger von Turin machte auf Platz sechs im Kampf um die Gesamtwertung Boden auf den führenden Schweizer Carlo Janka gut.

Janka, der den elften Rang belegte, führt zwei Rennen vor Saisonende mit 38 Punkten vor Raich. «Es bleibt eng bis zum Schluss. Heute ist der Vorsprung leider geschmolzen», sagte der Riesenslalom-Olympiasieger. Dagegen sieht sein österreichischer Rivale ein spannendes Winter-Finish. «Es war wichtig, heute vor Janka zu bleiben. Es wird eine harte Nuss zu knacken», sagte der 32-Jährige, der vor einem Jahr um zwei Punkte die Große Kristallkugel an Svindal verloren hatte.

Groß waren Freude und Überraschung bei Guay, der bei Olympia in der Heimat noch das erhoffte Edelmetall verfehlt hatte. «Ich habe meine kleine Chance genutzt», sagte der dreimalige Weltcup-Sieger.

 

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