Mehr Sport Comeback in der DTM

Meisterjubel: Bahen (l.) und Kompon (r.) gratulieren Wrigley, der das vorentscheidende 2:1 in Schwenningen erzielt hat. Foto: Rauchensteiner/AK Foto: az

BMW kehrt 2012 in das Tourenwagen-Masters zurück. Die Konkurrenz freut sich schon.

 

MÜNCHEN Mit Vollgas rein in die DTM: Keine sechs Monate nach dem Ausstieg aus der Formel 1 gab der BMW-Vorstand jetzt grünes Licht für die Rückkehr in das Deutsche Tourenwagen Masters.

Zwischen 1984 und 1992 waren die Münchner Autobauer bereits in der DTM, stellten mit Volker Strycek (1984), Eric van der Poele (1987) und Roberto Ravaglia (1989) dreimal den Titelträger. 1992 folgte dann der Ausstieg, das Comeback sieht nun so aus.

2011 werden die Münchner Autobauer zunächst bei einigen ausgewählten Rennen antreten, 2012 dann die komplette Saison bestreiten. Vor der endgültigen Entscheidung, die laut BMW „im Jahresverlauf“ fallen soll, müssten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, etwa eine größere Ausrichtung auf Asien und Nordamerika. Denn derzeit finden sechs der zehn Rennen in Deutschland statt. Dazu kommen Valencia, Zandvoort und Brands Hatch und als einziges außereuropäisches Rennen das Finale in Shanghai.

Für BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen ist die Rückkehr schon jetzt eine spannende Aufgabe: „Wir werden in den kommenden Monaten auf technischer Seite alle nötigen Vorbereitungen treffen, um uns im Falle eines Einstiegs 2012 aus dem Stand konkurrenzfähig präsentieren zu können.“ Basisfahrzeug soll dann der M3 werden.

Und auch die Rivalen freuen sich schon. „Wir freuen uns über die Konkurrenz aus München, die ohne Zweifel sehr stark sein wird. Mit seiner langen und erfolgreichen Traditionvor allem in der DTM passt die Marke BMW perfekt in die Serie hinein“, sagt Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. Mercedes-Sportchef Norbert Haug sieht auch das eigene Engagement bestätigt. „Mercedes tat gut daran, an der DTM festzuhalten. Dass BMW jetzt kommen will, unterstreicht das nur und freut uns sehr.“

Die DTM ist freilich auch mit rund 20 Millionen Euro Kosten wesentlich billiger als die Formel 1. Da zahlte BMW 200 Millionen pro Jahr.

 

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