Mehr Risikogebiete in Bayern Hirnhautentzündung: Zecken-Gefahr dieses Jahr höher!

Immer mehr Kreise in Deutschland werden zu Zecken-Risikogebieten. Foto: dpa

Mit den Temperaturen steigt auch die Gefahr für einen Zeckenstich: Vor allem in Bayern übertragen viele der Tiere den Erreger für die Hirnentzündung FSME.

 

Berlin - Eine FSME-Infektion kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Das Risiko, sich mit der Hirnentzündung zu infizieren, die vor allem durch Zecken übertragen wird, ist in Bayern dieses Jahr besonders hoch. Es gibt immer mehr Risikogebiete. Und Bayern ist eins davon.

Insgesamt 145 Kreise zählen mittlerweile dazu, drei mehr als 2014, meldet das Robert Koch-Institut in Berlin. Vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen und im südöstlichen Thüringen besteht die Gefahr, sich durch einen Zeckenstich mit dem Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis anzustecken. Für 2015 sind zwei weitere Kreise in Bayern (Hof und Ostallgäu) und einer in Thüringen (Greiz) hinzugekommen. Alle drei Kreise grenzen an bestehende Risikogebiete.

Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 265 FSME-Fälle gemeldet, die meisten davon in Bayern (123) und Baden-Württemberg (69). "Die Impfquoten in den Risikogebieten sind weiterhin stagnierend oder sogar rückläufig und daher nach wie vor unzureichend hoch, um eine starke Zunahme der FSME-Zahlen, wie in den Jahren 2011 oder 2013 beobachtet, zu verhindern", warnt das Robert Koch-Institut.

FSME kann in schweren Fällen bleibende Schäden wie Lähmungen zur Folge haben. Für die Dreifachimpfung gegen FSME gibt es in vielen Risikogebieten für Kinder recht gute Impfquoten, für Erwachsene jedoch häufig nicht - dabei gilt die Infektion für Erwachsene als gefährlicher als für Kinder. In schweren Fällen kann es zur Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute sowie Schädigung des Rückenmarks kommen.

Eine weitere von Zecken übertragene Erkrankung ist die von Bakterien verursachte Lyme-Borreliose. Typische Risikogebiete oder Schutzimpfungen gibt es hierfür nicht.

 

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