Medizin München: Schlechte Augen häufige Unfallursache

Im Alter regelmäßig die Sehkraft prüfen lassen. Damit man sich sicher im Straßenverkehr bewegt. Foto: fib/Eß

Mediziner warnen: In München werden deshalb jedes Jahr 1000 Menschen verletzt. Da sich die Sehrkraft nur langsam verschlechtert, merkt man es nicht.

 

München - Etwa 300000 der 2,4 Millionen Autounfälle in Deutschland passieren, weil die Fahrer nicht richtig sehen. In München allein geschehen deswegen etwa 7000 Verkehrsunfälle – rund 1000 Menschen verletzen sich dabei jährlich. Ein häufiger Grund für die beeinträchtigte Sehkraft ist laut Verband der Deutschen Augenärzte der Graue Star. 

Dabei vertrübt die Linse, die Sicht verschlechtert sich. Besonders betroffen sind Menschen ab 65 Jahren, neun Prozent der Patienten sind allerdings unter 60. Es ist ein schleichender Prozess: Da sich die Sehkraft nur langsam verschlechtert, merken die Betroffenen oft nichts. Viele, so der Münchner Augenarzt Hans-Peter Buchmann, gehen erst nach einem Verkehrsunfall zum Arzt.

Wenn der Patient am Grauen Star leidet, ist eine kurze Operation nötig. Um Unfälle zu vermeiden, wird empfohlen, einmal im Jahr zur Kontrolle zu kommen. Diese Kosten übernimmt die Kasse, ebenso wie die der Operation. Hier wird die Linse mit einer so genannten „monofokalen“ künstlichen Linse ersetzt. Nachteil dabei ist, dass der Betreffende anschließend zum Lesen eine Brille benötigt.

Mit einem „multifokalen“ Linsenimplantat wird die Sicht in die Ferne als auch in die Nähe ermöglicht, eine Brille braucht’s dann nicht mehr. Diese Linse bezahlt die gesetzliche Kasse aber nicht: Zwischen 1000 und 1600 Euro kostet sie den Patienten.

 

2 Kommentare