Maximilianstraße Überfall auf Chopard: War der brutale Raub angekündigt?

Der Überfall auf Chopard: Die Festnahme eines Täters. Foto: Simon Weinberger

Die Polizei wehrt sich gegen den Vorwurf, sie sei einem Hinweis auf den Überfall in der Maximilianstraße nicht nachgegangen.

Altstadt Hätte der Raub auf den Juwelier Chopard in der Maximilianstraße verhindert werden können, weil es Hinweise auf den Überfall gab? Die Polizei wehrt sich gegen diesen Verdacht: „Der Vorwurf, dass der Münchner Polizei ein Hinweis auf einen geplanten Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in München vorlag, ist nicht richtig.“

Richtig sei dagegen, dass es zwar einen Warnhinweis auf einen bevorstehenden Raubüberfall in Deutschland gab. „Allerdings war nicht bekannt, in welcher Stadt dieser geplant war. Es gab keinen konkreten Hinweis auf eine Tatausführung in München.“

12. Februar: Die Räuber kamen zur Mittagszeit, schlugen mit einem Vorschlaghammer die Tür des Juweliers ein, hielten die Mitarbeiter in Schach und griffen in die Vitrinen. Ihre gezielte, schnelle und brutale Vorgehensweise erinnert an die osteuropäische „Pink Panther“-Bande. Aber diesmal wurden die Räuber ebenso schnell geschnappt.

„Gegen alle sieben im Rahmen der Fahndung festgenommenen Personen erließ der Ermittlungsrichter Haftbefehle.“ Einer der Täter ist noch auf der Flucht. Ungewöhnlich für die „Pink Panther“-Bande: Die Räuber sind sehr jung, zwischen 14 und 16 Jahre alt.

Der Inhaber einer von der Polizei durchsuchten Wohnung hat sich mittlerweile gestellt. Er wurde vernommen und in Absprache mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen. Gegen einen weiteren flüchtigen Mann wurde zwischenzeitlich Haftbefehl erlassen.

Nach wie vor geht die Polizei von fünf unmittelbar an der Tatausführung beteiligten Personen aus. Unklar ist allerdings, ob der derzeit Flüchtige direkt an dem Raub beteiligt war oder diesen vorbereitet hat. Die Tatbeute wird von Chopard auf mindestens 300000 Euro geschätzt.

Erstaunlich, dass die Polizei aber immer noch nicht genau weiß, ob sie die gesamte Beute sicherstellen konnte. Der Grund, den die Ermittler hierfür geben: „Ein Teil der Beute muss noch spurentechnisch behandelt werden.“

 

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