Masern-Erkrankung Masern! Sechsjährige liegt im Sterben

Viren lösen Masern aus – ein kleiner Huster kann sie übertragen. Zwei Impfungen schützen lebenslang vor Ansteckung. Foto: aznb

Tragische Spätfolge einer Masern-Erkrankung: Ein kleines Mädchen (6) liegt in Aschaffenburg im Sterben. 2011 hatten sich in Bayern 37 Säuglinge mit Masern angesteckt.

 

Aschaffenburg/München - Ein sechsjähriges Mädchen liegt mit den Spätfolgen einer Masern-Erkrankung in Aschaffenburg im Sterben. Das Kind habe sich im Alter von sieben Monaten bei einem Erwachsenen angesteckt und fünf Jahre später eine chronische und unheilbare Gehirnentzündung als Folge der Infektion entwickelt, teilte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte am Montag mit.

Der Fall zeige, dass die Häufigkeit von tödlichen Masern-Spätfolgen offenbar deutlich höher sei als bisher angenommen: Statt eines Risikos von 1:5.000 bestehe wohl ein Risiko von unter 1:200, sagte Verbandssprecher Sean Monks.

Noch zwei weitere Fälle

Denn neben dem Mädchen in Aschaffenburg gebe es derzeit ein weiteres Kind, das nach einer Ansteckung im Jahr 2006 an der Gehirnentzündung SSPE (Subakute Sklerosierende Panenzephalitis) leide. Ein drittes 2006 an Masern erkranktes Kind sei bereits 2007 daran gestorben.

Laut Bundesverband wurden dem Berliner Robert-Koch-Institut für 2006 bundesweit 313 Kinder gemeldet, die sich im ersten Lebensjahr mit Masern ansteckten.

 

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