Marode Bauwerke München: Neue Bahn-Brücken über die Balanstraße

Diese zwei Brücken über die Balanstraße werden erneuert. Foto: Daniel von Loeper

Abriss und Neubau, Großteils im laufenden Betrieb – die Bahn erneuert zwei Brücken in München

 

München - Marode Bahnbrücken – das ist in München ein weit verbreitetes Bild. So manche ist gewaltig in die Jahre gekommen. Die Bahn, der diese Bauwerke gehören, saniert oder erneuert ihre Brücken nach und nach – mit Unterstützung und in Zusammenarbeit mit der Stadt.

Eines der nächsten Projekte sind die Bahn-Überführungen an der Balanstraße im Abschnitt zwischen Orleans- und St.-Cajetan-Straße. Diese sind am Dienstag Thema im Stadtrat. Hier führen gleich drei Eisenbahnüberführungen über die Balanstraße. Erneuert werden sollen die nördliche und die südliche Brücke, ebenso die Straße.

Geh- und Radweg wird von Fahrbahn abgegrenzt

14.500 Fahrzeuge fahren hier pro Tag, laut Prognosen des Planungsreferats werden es 2025 schon 16.000 sein. Außerdem fahren hier mehrere Buslinien, die Strecke ist eine wichtige Verbindung im Radlnetz. Entsprechend umfangreich wird die Baumaßnahme: Die Brücken werden neu gebaut, dazu seitlich versetzt zu den alten hergestellt und dann an die endgültige Position verschoben. Die Unterführung soll zukünftig höher und breiter werden, doch es bleibt bei einem Fahrstreifen pro Fahrtrichtung.

Der Mittelteiler verschwindet, die neue Unterführung wird gut 19 statt jetzt 16 Meter breit sein. Die Fahrspuren werden mit 3,25 Metern etwas schmaler als jetzt mit 3,50 Metern. Die Höhe soll – für die ungehinderte Durchfahrt von Lkw – bei 4,50 Metern liegen, statt jetzt bei 3,60 Metern. Ganz neu: Der Geh- und Radweg wird an der östlichen Seite erhöht und so von der Fahrbahn abgegrenzt. So wird auch das Gefälle reduziert und der Weg barrierefrei, das hatte sich auch der Bezirksausschuss (BA) Haidhausen gewünscht.

Drei Vollsperrungen im Abstand von sechs Monaten

Auf der anderen Seite ist das nicht möglich, denn zwischen den beiden Brücken zweigt die kleine Straße am Giesinger Feld ab, die zum Ostfriedhof führt. Die muss erhalten bleiben. Während des Baus, der 2022 beginnen soll, kann der Verkehr weiter fließen, allerdings nur in eine Richtung.

Nur für die Einschub- und Abbrucharbeiten der beiden bestehenden Brücken sind drei Vollsperrungen nötig, je im Abstand von sechs Monaten. Diese werden schätzungsweise je zwei und drei Wochen dauern. Wie viel das Ganze kosten wird, steht erst nach dem Planfeststellungsverfahren fest, die Planungskosten liegen bei 295.000 Euro.

 

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