Marktwert der verletzten Bayern-Stars 171 Mio. Euro: Das teuerste Lazarett im Weltfußball

Die Verletzungssorgen beim FC Bayern werden nicht kleiner. Nun gehört auch noch Philipp Lahm dem Lazarett des Double-Gewinners an. Marktwert der Bayern-Verletzten 171 Mio. Euro. Foto: dpa/sampics/MIS/Rauchensteiner // Augenklick

Die Verletztenmisere beim FC Bayern reißt nicht ab. In Philipp Lahm fehlt dem Rekordmeister bereits der achte Spieler. Gesamtwert der Verletzten: 171 Millionen Euro - Spitzenwert unter den europäischen Top-Klubs.

 

München - Sage und schreibe acht Superstars muss Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt derzeit betreuen. Laut "transfermarkt.de" fehlen den Bayern damit aktuell Spieler im Wert von 171 Millionen Euro - so viel wie keinem anderen Klub auf diesem Planeten.

Der Tabellenzweite aus Wolfsburg kommt mit seinem gesmmten 28'er Kader laut der Transfermarkt-Datenbank nur auf einen Wert von 173 Mio. Euro.

Neben Lahm (Marktwert: 30,00 Mio) fehlen den Bayern momentan  David Alaba (Innenbandanriss, Marktwert: 35,00 Mio), Javi Martínez (Kreuzbandriss, Marktwert: 32,00 Mio), Holger Badstuber (Sehnenriss, Marktwert: 7,50 Mio), Pepe Reina (Muskelbündelriss, Marktwert: 4,50 Mio), Tom Starke (Syndesmosebandriss, Marktwert: 1,00 Mio), Claudio Pizarro (Muskelbündelriss, Marktwert: 1,00 Mio), Thiago Alcántara (Innenbandriss, Marktwert: 25,00 Mio) und Bastian Schweinsteiger (Patellasehnenprobleme, Marktwert: 35,00 Mio). Letzterer nahm das Training wieder auf und wird sein Comeback wohl noch in diesem Jahr geben.

Selbst europaweit hat kein Verein Ausfälle dieser Größenordnung zu beklagen. Nicht einmal das Verletzungspech von FC Arsenal kommt dem der Bayern gleich. Neben Mesut Özil fallen bei den Londonern fünf weitere Akteure über Monate hinweg aus – Gesamtmarktwert: 86 Mio. Euro.

Eigentlich ein Wunder, dass sich die Bayern angesichts dieses Verletungspechs in noch allen Wettbewerben so gut halten und sowohl die Champions League als auch die Bundesliga dominieren.

Ex Bayern-Profi und ARD-Experte Mehmet Scholl spekulierte am Dienstag bereits über mögliche Neuzugänge im Winter: „Im Prinzip geht es dem Verein so gut, dass sie auf jede Situation immer reagieren können. Alaba fällt aus, Philipp fällt länger aus. Ich kann mir vorstellen, dass der Verein noch mal reagiert“, so Scholl am Dienstagabend in der ARD. Laut eigener Aussage seien das aber nur Mutmaßungen: „Ich weiß es natürlich nicht.“

Die Bayern selbst verfallen auch angesichts der angespannten Personalsituation nicht in Panik. "Wir haben uns sportlich eine gute Ausgangslage verschafft, sodass wir uns von diesem weiteren Rückschlag nicht aus der Bahn werfen lassen", sagte Sammer der Bild-Zeitung.

Thomas Müller sieht die Lage ähnlich wie sein Sportvorstand: "„Wenn sich alle zwanzig Mann im Kader morgen einen Kreuzbandriss zuziehen, dann könnte es noch mal eng werden. Ich denke, wir werden auch in den nächsten Wochen immer eine starke Mannschaft aufs Feld schicken können. Außerdem haben wir schon gut vorgelegt.“

Trotzdem sind es personelle Belastungen, die wohl kein anderer Klub derart wegstecken könnte. Ribéry, der selbst lange nicht einsatzfähig gewesen war, schlägt die Situation auch aufs Gemüt: "Ich habe noch nie so ein Jahr erlebt. So viel Pech", klagte er.

 

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