Mario Götze vor schwerer Rückkehr Fan-Hass: Wenn der Schweinekopf fliegt...

Als Ex-Schalker am Samstag in Dortmund: Manuel Neuer. Foto: Rauchensteiner/AK

Schlimme Judas-Rufe, Todesanzeigen – so heikel kann es im Stadion zugehen, wenn aus Freunden Feinde werden.

 

München - Mario Götze steht am Samstagabend ein schwerer Gang an, wenn er mit dem FC Bayern nach Dortmund zurückkehrt. Diese Transfers sorgten bereits vor Mario Götzes Wechsel zum FC Bayern für Aufsehen: 

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Luis Figo: Der Barça-Kapitän wechselte 2000 zum verhassten Erzrivalen Real Madrid. Als er 2002 erstmals wieder vorbei schaute und einen Eckball ausführen wollte, regnete es Feuerzeuge, Plastikflaschen, halbe Backsteine, Handys, Münzen – und einen Schweinekopf. Das Spiel musste zehn Minuten unterbrochen werden. Später schrien die Fans bei jedem Ballkontakt "Pesetero" – Geldhure.

Manuel Neuer: Auf der Schalker Pokalfeier 2011 von einem Fan abgewatscht, weil sein Wechsel zu Bayern bereits feststand. In München waren Teile der Südkurve mit "Koan Neuer"-Zetteln gegen den Transfer. Bei seiner Rückkehr nach Schalke gab's wüste Beschimpfungen und Schmähplakate. Auf einem wurde er als Hure dargestellt, ein anderes zeigte eine Todesanzeige.

Jens Jeremies: Der Mittelfeldkämpfer wechselte 1998 für nur 1,5 Mio. Mark festgeschriebene Ablöse vom TSV 1860 zu Bayern – und wurde fortan in jedem Derby als "Juuudas Jeremieeees" besungen.

Andreas Möller: Ging 2000 vom BVB zu Schalke. "Die Herausforderung, die ich gebraucht habe." Bei Schalke kündigten am Transfertag 200 Fans ihre Mitgliedschaft. Und in Dortmund ist er seitdem verhasst.

Ashley Cole: Folgte 2006 dem Ruf des Geldes, als er vom FC Arsenal zum FC Chelsea wechselte. In London heißt er seitdem nur noch "Cash-ley" Cole, bei seiner Rückkehr wedelten die Fans mit Pfund-Noten.

Mo Johnston: Wechselte 1989 über den Umweg Nantes vom katholischen Celtic Glasgow zu den protestantischen Glasgow Rangers – ein No-Go, zumal Johnston zuvor meinte: "Celtic ist der einzige Verein für den ich spielen möchte." Die Rangers-Fans konnten sich nicht so recht mit dem Katholiken im Team anfreunden: Sie verbrannten Schals, gaben Dauerkarten zurück.

Lothar Matthäus: Wurde 1984 nach seinem Wechsel von Gladbach zu Bayern als Judas beschimpft. Zuvor hatte er im letzten Spiel im Pokalfinale einen Elfer verschossen – gegen Bayern. Zu Götze sagt Matthäus heute: "Man kann Antistimmung auch als Motivation nutzen!"

 

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