Marihuana, Amphetamine und Kokain Zwei Münchner bestellen Drogenpakete in Pasinger Wohnung

Die Angeklagten und ihre Anwälte. Die beiden Männer sollen in einer Pasinger Wohnung mit verschiedensten Drogen gehandelt haben. Foto: AZ/jot

Zwei junge Männer sollen in einer Pasinger Wohnung mit Drogen gehandelt haben. Dafür müssen sie sich nun vor Gericht verantworten.

 

München - Im Internet bestellt, per Post geliefert – so simpel funktionierte das Drogengeschäft, das ein 31-Jähriger aus seiner Pasinger Wohnung aufgezogen hatte. Unterstützt wurde Hans F. (Name geändert) dabei von einem Spezl (25), der jetzt mit ihm auf der Anklagebank sitzt.

Laut Staatsanwaltschaft arbeiteten die beiden von Januar bis Mai 2019 beim Handel mit Marihuana, Haschisch, Amphetaminen und Kokain zusammen. Hans F. bestellte unter anderem Marihuana in 200-Gramm-Portionen im sogenannten Darknet bei einem Zulieferer aus Halle an der Saale. Der gab die Drogenpakete bei der Post auf. Das ging ein paar Wochen gut, dann wurde ein Paket beschlagnahmt.

Angeklagter hat fast täglich Marihuana und Kokain konsumiert

Bei der Durchsuchung der Pasinger Wohnung im Mai fanden die Ermittler aber auch Haschisch, Amphetamine und Kokain. Und 2.795 Euro, die laut Anklage aus Rauschgiftgeschäften stammen.

Anwalt Peter Pospisil verliest beim Prozessauftakt eine Erklärung für seinen Mandanten, in der die Vorwürfe der Anklage weitgehend eingeräumt werden. Hans F. habe fast täglich Marihuana und Kokain konsumiert und das mit dem Handel finanzieren wollen.

Mit Küchenmesser macht er sich bewaffnetem Drogenhandel schuldig

Einen wichtigen Unterschied macht Hans F. allerdings: In der Anklage ist die Rede von einem japanischen Küchenmesser mit 21 Zentimeter Klingenlänge, das hinter einem Bild im Flur versteckt war.

Für die Staatsanwaltschaft hat sich der 31-jährige Angeklagte damit des bewaffneten Drogenhandels schuldig gemacht. Hans F. aber sagt, dass er das Messer nicht dort platziert habe und dass er auch nie den Gedanken hatte, mit dem Messer Polizisten oder Kunden zu bedrohen.

Für den zweiten Angeklagten (mit Anwalt Roland Autenrieth), könnte es bei einer weniger hart zu bestrafenden Beihilfe zu dem Drogengeschäft bleiben. Hans F. erklärte, dass sein Spezl allenfalls beim Portionieren der Ware geholfen hat und nur fünf bis sechs Mal Drogen an Kunden übergeben habe.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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