Marcus H. Rosenmüller und Gerd Baumann Schock: Die Singspiel-Macher verlassen den Nockherberg

Pyjama-Tumult mit gedoubelten Politikern: Das Singspiel hat heuer im BR in München eine Einschaltquote von 60 Prozent gehabt. Foto: dpa/Sigi Müller

Die zwei Spezln stehen für die Renaissance des Nockherberg-Singspiels: Fünf Jahre lang haben Regisseur Marcus H. Rosenmüller und der Münchner Komponist Gerd Baumann für ihre Inszenierungen beim Salvator-Anstich jedes Mal Jubelstürme geerntet. Damit ist jetzt Schluss.

München - "In bester Stimmung und nach guten Gesprächen mit den Paulaner-Leuten", so Baumann zur AZ, habe man sich schweren Herzens getrennt: "Es ging zeitlich einfach nicht."

Rosenmüller arbeitet gerade am Film "Trautmann" über eine deutsche Torwartlegende: Bert Trautmann stieg als früherer Kriegsgefangener in England zum Sporthelden auf. "Danach wird Rosi gleich einen Kinderfilm drehen", sagt Gerd Baumann, "und ich habe mit der Filmmusik für Trautmann noch zu tun. Außerdem nehmen wir mit unserer Band Dreiviertelblut ein neues Album auf - da blieb einfach keine Zeit mehr für das Singspiel, das wir ja immer mit viel Energie und Herzblut gemacht haben."

Ob das gefeierte Singspiel-Duo irgendwann an den Nockherberg zurückkehrt, ist so unklar wie ihre Nachfolge. "Wenn das neue Team seine Sache gut macht", sagt Gerd Baumann, "dann brauchen wir darüber gar nicht nachzudenken."

 

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