Mainz gegen TSV 1860 Stimmen zum Pokal: "Das war der Wahnsinn"

Endlich mal wieder Jubel statt dauerhafter Tristesse: Der TSV 1860 nach dem Pokal-Triumph +über den FSV Mainz 05. Foto: dpa

Der TSV 1860 hat auch die zweite schwere Pokal-Hürde genommen: Mit dem 2:1 beim FSV Mainz 05 setzten sich die Löwen nach dem Sieg gegen Hoffenheim schon gegen den zweiten Bundesligisten durch. Sehen Sie hier die Stimmen zum Einzug ins Achtelfinale!

 

Mainz -  Kein Halligalli, nur der absolute Wahnsinn: Die Löwen bleiben der Pokal-Schreck und hauen nach 1899 Hoffenheim den zweiten Erstligisten raus. In der Liga nur ein laues Lüftchen, aber im DFB-Pokal der Favoritenschreck – alle bei Sechzig waren sich einig, dass es nach dem Sieg in Mainz nun endlich auch in der Liga klappen muss. "Der Sieg war vielleicht ein bisschen glücklich, aber verdient!" sagt Kurt Kowarz, Rubin Okotie weiß: "Das Gefühl eines Sieges haben wir lange nicht mehr gehabt".

Sehen Sie hier alle Stimmen zur Pokal-Sensation!

Kurt Kowarz: „Ich bin sehr, sehr glücklich, dass wir gewonnen haben. Wir sind schwer ins Spiel reingekommen, haben uns dann aber befreien können. Wir haben sehr diszipliniert gespielt. Der Platzverweis hat uns natürlich in die Karten gespielt. Danach haben wir das Spiel bestimmt. Ganz hinten raus war es vielleicht glücklich, aber wir haben über die gesamte Spielzeit ein gutes Spiel abgeliefert und deshalb am Ende auch verdient gewonnen.“

Kapitän Christopher Schindler: „Die Anfangsphase war nicht gut. Das Gegentor hat sofort alles über den Haufen geworfen. Was aber gut war: Wir haben dann nicht Halligalli gespielt, sondern sind kompakt geblieben. Man hat gemerkt, dass wir es in der zweiten Hälfte erzwingen wollten. Die Aktion von Mugi (Stefan Mugosa, d. Red.) war der Dosenöffner. Es ist unglaublich gut, wenn man sieht, wie viele Fans wieder für uns hierher gefahren sind. Es tut gut, dass wir endlich mal wieder etwas zurückgeben konnten. Es war nicht alles perfekt, aber solch dreckige Siege brauchen wir jetzt auch mal wieder in der Liga.“

Stefan Ortega: „Es war Wahnsinn zu sehen, wie sich am Ende jeder reingeschmissen hat. Wenn wir diese Alles-oder-Nichts-Mentalität in den Liga-Alltag reinbekämen... Wir haben heute gesehen, dass Gewinnen eben doch mehr Spaß macht als Verlieren. Das kann uns jetzt einen Schub geben. In den ersten 20 bis 30 Minuten waren wir echt daneben. In der zweiten Halbzeit haben wir dann keinen Stress gemacht, sondern uns den Gegner zurechtgelegt. Und hinten raus war es dann der Wahnsinn. Gary klärt den einen Ball auf der Linie, Maxi den anderen (Kagelmacher und Wittek, d. Red.). Es war eine gute Antwort, zu zeigen, dass wir doch ein Team sind."

Rubin Okotie: "Das Gefühl eines Sieges haben wir jetzt lange nicht mehr gehabt. Jetzt wollen wir am Sonntag den ersten Dreier holen. Natürlich will ich immer spielen, aber ich muss bereit sein, wenn ich gebraucht werde. Es war ein schönes Gefühl, wieder zu treffen. Das war eine Super-Flanke von Daylon (Claasen, d. Red.)."

Martin Schmidt: „Das war für uns sehr bitter, wenn man 1:0 führt und das Spiel im Griff hat. Wir sind aber nicht vehement auf das zweite Tor gegangen. Dann wäre das Spiel entschieden gewesen. Wir mussten uns in der Pause neu sortieren. Das war dann sehr schwierig, Aber wir haben es lange gut gemacht, es kamen keine Schüsse auf unser Tor. Am Ende haben wir aus zwei Schüssen zwei Gegentore kassiert. Das ist bitter.“

 

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