Machtkampf bei den Löwen TSV 1860 - Saki Stimoniaris fragt: Wann tritt Oberlöwe Robert Reisinger zurück?

, aktualisiert am 16.05.2019 - 16:49 Uhr
Präsident und Aufsichtsrat: Oberlöwe Robert Reisinger (li.) und Saki Stimoniaris. Foto: AZ-Montage/sampics/Augenklick/imago/MIS

Saki Stimoniaris erwartet von Oberlöwe Robert Reisinger den Rücktritt. Und der Intimus von Investor Hasan Ismaik bekräftigt, den TSV 1860 in die Bundesliga führen zu wollen.

 

München - Nächste Attacke von Athanasios "Saki" Stimoniaris gegen Robert Reisinger: Der Aufsichtsrat des TSV 1860 und Vertreter von Mehrheitseigner Hasan Ismaik hat dem Oberlöwen die Fähigkeit abgesprochen, die Giesinger zu führen.

Stimoniaris: Reisinger 1860 nicht gewachsen

"Robert Reisinger hat in den letzten knapp zwei Jahren nicht bewiesen, dass er dem TSV 1860 gewachsen ist. Dass Reisinger den Konsolidierungskurs eingeleitet hat, war aus meiner Sicht höchst unklug und nicht nachvollziehbar", meinte der MAN-Betriebsratschef im Gespräch mit dem "Kicker": "Ein Saki Stimoniaris steht für Gemeinsamkeit, Geschlossenheit in den eigenen Reihen, keine Spaltung und einen Weg zurück in die Bundesliga."

Stimoniaris ging noch weiter und brachte sogar einen Rücktritt des Amtsinhabers ins Spiel, der am 30. Juni auf der Mitgliederversammlung der Sechzger zur Wiederwahl steht.

"Was ich betonen will: Peter Cassalette hat 2017 mit seinem Rücktritt Verantwortung übernommen. Darauf warte ich bis heute von Reisinger, Hans Sitzberger und Heinz Schmidt. Sie waren nämlich auch dabei, haben alle Entscheidungen mitgetragen und auch zugestimmt", meinte Stimoniaris und fragte: "Wann übernehmen sie Verantwortung und treten zurück?"

Scharfe Kritik von Ismaik-Sprecher Stimoniaris

Der Ismaik-Sprecher kritisierte weiter scharf. Zum Beispiel, dass angeblich jeder Kreisligist demokratischer geführt werde als 1860. "Das ist das große Handicap. Ich bin für mehr Demokratie. Dazu gehört eine Briefwahl. Damit könnten auch die Mitglieder, die aus unterschiedlichen Gründen nicht an der Mitgliederversammlung teilnehmen können, von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen", sagte er. Um was es konkret geht: Nur auf der Hauptversammlung haben Mitglieder die Möglichkeit, über das Präsidentenamt beim TSV 1860 abzustimmen. 

Und: Der Verwaltungsrat, der im Machtkampf von Giesing wohl klar auf Seiten des e.V. zu verorten ist, benennt im Vorfeld laut Satzung nur einen Kandidaten. Diesmal Reisinger, dem zudem eine große Nähe zum Gremium nachgesagt wird. Auch Stimoniaris hatte sich um das Amt beworben, im Auswahlverfahren des Verwaltungsrates aber gegen Reisinger - wie erwartet - das Nachsehen.

"In der aktuellen Situation hätte ich es besser gefunden, wenn der Verwaltungsrat alle Kandidaten zugelassen hätte und allein die Mitglieder entscheiden", meinte nun Stimoniaris zum "Kicker": "Ich will klar ausdrücken: Ich akzeptiere die Satzung des TSV 1860, aber unser Verein hätte es verdient, Demokratie zu leben."

Stimoniaris: Bundesliga als klares Ziel

Wiederholt bekräftigte der Aufsichtsratschef der Löwen-KGaA in dem Gespräch, dass es nur ein Ziel für die Giesinger geben könne: "Bundesliga!"

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