LUX-Filmpreis 2018 "Styx": Weitersegeln oder Leben retten?

Die 40-jährige Ärztin Rilke muss sich auf dem Atlantik entscheiden, ob sie Flüchtlinge vor dem Ertrinken rettet oder den Anweisungen der Küstenwache folgt. Foto: Slot_Machine

Eine Allegorie unserer polarisierten Welt in Zeiten der Krise. AZ-Leser können den Film "Styx" am 11.11. kostenlos sehen

Styx" des österreichische Regisseurs Wolfgang Fischer erscheint zunächst als Dokumentarfilm, ist aber eine meisterhaft komponierte Allegorie unserer polarisierten Welt und Ambivalenz gegenüber der Flüchtlingskrise.

Rike – 40, Ärztin aus Europa – verkörpert in ihrer Disposition eine typisch westliche Vorstellung von Glück und Erfolg. Sie ist gebildet, selbstbewusst, zielstrebig und engagiert.

Die Protagonistin bricht zu ihrem Traumurlaub, einem Solo-Segeltörn im Atlantik, auf, sieht sich jedoch nach einem Sturm plötzlich mit einem schwer beschädigten Flüchtlingsboot voller Menschen, die dringend Hilfe benötigen, konfrontiert. Die Küstenwache schickt ihr Funkanweisungen, sich aus der Sache rauszuhalten, da sie nicht entsprechend ausgerüstet ist.

Dies kollidiert jedoch mit ihrem sozialen Verantwortungsbewusstsein. Wird sie weitersegeln, während Hilfesuchende im Atlantik ertrinken? Als ihre Hilfsgesuche unbeantwortet bleiben, die Zeit drängt und sich eine Rettung durch Dritte als unwahrscheinlich herausstellt, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung.


Kino-Matinee zum LUX-Filmpreis: "Styx" läuft am 11. November um 11 Uhr im City Kino München. Im Anschluss findet ein Filmtalk mit Experten statt.
Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter europarl.europa.eu

 

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