Lustige Angewohnheiten Und welchen Spleen hast du?

Outet sich selbst als Nasenpopler: Christian Brandes, der Erfinder von "Spleen24". Foto: dpa
 

Der Web-Blog  "Spleen24" sammelt die lustigsten Angewohnheiten - und ist In kurzer Zeit zum Internet-Hype geworden

Berlin Der eine kontrolliert beim Verlassen der Wohnung x-mal, ob er auch abgeschlossen hat. Der andere kann nur auf der rechten Seite einschlafen. Die dritte geht immer einen Schritt zurück, wenn sie mal gestolpert ist – fast jeder Mensch hat einen solchen Spleen. Die meisten machen ein Geheimnis daraus, aus der Angst sich zu blamieren oder die einzigen mit der „komischen“ Angewohnheit zu sein. Für alle die gibt es jetzt ein großartige Adresse: Das Online-Portal „Spleen24“ .

Hier kann man, als anonymes Therapeutikum, seinen Spleen beschreiben. Oder als Leser sich königlich über die Spleens anderer amüsieren – und sich oft selbst wiederfinden. Ins Leben gerufen hat den Blog der Berliner Christian Brandes gemeinsam mit Freunden. Ursprünglich als Ventil für die eigenen Macken gedacht, hat sich „Spleen24“ zu einem Renner im Internet entwickelt.

Die Psychologin Marion Sonnenmoser weiß warum: „Es ist ein gutes Gefühl zu sehen: Das geht auch anderen so. Und die Seite zeigt, dass kleine Macken auch etwas Menschliches sind.“ Zur Beliebtheit trage auch die „Mischung aus Neugier und Voyeurismus“ bei. Und hier die lustigsten Spleens:

Bevor ich abends ins Bett gehe „scanne“ ich erst die Zimmerdecke, die Wände und den Fußboden ab, damit ich sicher bin, dass nicht irgendwo eine Spinne sitzt.

Im Sommer riecht es zwischen Uhr und Handgelenk nach einer perfekten Mischung aus Käsefuß und Leder. Ich glaube ich bin süchtig nach dem Geruch.

Immer wenn im Herbst das Laub auf dem Boden liegt muss ich immer auf die getrockneten Blätter treten. Ich liebe dieses Zerknistern der Blätter unter meinen Füßen irgendwie. Umso lauter umso besser.

Ich habe einen Spleen, den sicher niemand hat: Ich bin Ende 30 und kann nur schlafen, wenn ich zwei bis drei Schnuller in der Hand halte. Das ist seit meiner Kindheit so.

Wenn ich eine nette SMS bekomme, muss ich diese mindestens 8mal lesen.

Ich sortiere mein Besteck in der Besteckschublade peinlich genau nebeneinander. Ein gespülter Löffel wird hinten angelegt, einer, der gleich benutzt werden soll, vorne weggenommen. So kommt jeder mal dran!

Im Kino muss ich immer auf dem äußersten Platz sitzen, da ich Angst habe mich während des Films an fremden Menschen vorbeizwängen zu müssen.

Ich kann keine öffentlichen Toiletten benutzen, wenn jemand im Raum ist und warte deswegen immer bis alles leer ist oder geh später.

Bei Brot muss ich zuerst die Rinde essen, bevor ich das eigentliche Brot esse.

Diese Einbildung, wenn man denkt, dass man sein Handy klingeln oder vibrieren hört, obwohl eigentlich gar nichts ist! (Danach schaut man aber trotzdem noch dreimal drauf, um sicher zu sein).

Wenn Gegenstände nicht so funktionieren, wie ich es mir vorstelle, rede ich ewig auf sie ein und beleidige sie in der Hoffnung, dass sie es sich zu Herzen nehmen und dann doch funktionieren.

Wenn ich nach Hause gehe, muss ich den Schlüssel schon mehrere Meter vor der Haustür aus meiner Tasche nehmen und so lange festhalten, bis ich bei der Tür ankomme. Ich habe sonst Angst, ihn nicht rechtzeitig aus der Tasche zu bekommen und suchend vor der Tür zu stehen.

Ich habe immer das Bedürfnis an Waschmitteln zu riechen. Auch im Supermarkt vor allen Leuten. Ich kann nicht widerstehen .

Wenn ich ein Wurst- oder Käsebrot esse, drehe ich es beim Reinbeißen um, so dass ich als erstes den leckeren Belag auf der Zunge hab.

Ich muss Bilderrahmen, welche auch nur leicht schief hängen, gerade rücken. Egal wo, bei Freunden oder Fremden, sogar beim Arzt, wenn ich warten muss und keiner hinsieht.

Bei einem Kugelschreiber oder Filzschreiber mit Clip muss ich mit dem Clip spielen. Egal wie sehr ich aufpasse, irgendwann bricht der Clip ab

 

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