Lust auf Liebe Wo Sex im Urlaub verboten ist

In den Ferien haben viele Paare mehr Lust auf Liebe. Aber: aufpassen! In vielen Ländern sind öffentliche Zärtlichkeitsbekundungen verboten. Wo man sich besser nicht erwischen lassen sollte.

 

Sonne auf der Haut, Wind in den Haaren, kein Job und kein Stress im Gepäck. Ferien mit dem Schatz – sie beflügeln die Liebe, und: die Lust auf Sex.

In einer Studie der US-Travel-Association gaben drei Viertel der befragten Paare an, im Urlaub zu zweit ein besonders sinnliches Sex-Leben zu haben. Auch in Deutschland ergab eine Studie von ElitePartner: 66 Prozent der Paare haben im Urlaub eine deutlich erhöhte Erotik-Frequenz.

Mehr als die Hälfte der befragten Frauen haben sich beim gemeinsamen Faulenzen, Reden und Genießen am Strand, im Abenteuerurlaub oder beim Erkunden fremder Großstädte sogar wieder ganz neu in ihren Partner verliebt – und dabei nicht nur neue Lust auf ihren Liebsten bekommen, sondern auch auf Liebesspiele an besonderen Orten.

Nur: Das geht nicht immer gut aus. Was zuhause – vielleicht – noch erlaubt ist, kann woanders zu ernsthaften Strafen führen. Das Internetportal JOYclub hat deshalb verschiedene Regelungen der Urlaubsländer zusammengefasst.

Im Auto oder Flugzeug

Bei der Anreise schon Lust aufeinander? Dann bitte: nicht erwischen lassen. Sex an öffentlichen Plätzen (dazu zählt auch das Auto, wenn es dort steht, wo andere Menschen vorbeikommen) gilt als Erregung öffentlichen Ärgernisses. Das kann in Deutschland mit einer Geld- oder sogar einer Haftstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden. Auch von Sex im Flugzeug, ist dringend abzuraten. Wer erwischt wird, dem kann die Fluggesellschaft einen Weiter- oder Rückflug verwehren.

Im Hotel

Was hinter der Hotelzimmertür passiert, bleibt den Gästen überlassen. Nur: zu laut sollte es nicht werden. Hotelchefs dürfen Pärchen, die sich arg lärmintensiv lieben, zur Not auch vor die Tür setzen.

Auf öffentlichen Plätzen

In einigen Ländern sollten sich Pärchen besonders zurückhalten, jedenfalls wenn sie nicht verheiratet sind oder: zwar verheiratet, aber nicht miteinander. In Madagaskar müssen Ertappte mit einer Freiheits- oder Geldstrafe rechnen. In Laos steht die intime Beziehung zwischen Ausländern und Laoten unter Haft- oder Geldstrafe bis zu 5000 US-Dollar. In Ägypten und Marokko sollten unverheiratete Paare in der Öffentlichkeit auch harmlose Küsse oder Streicheleinheiten vermeiden. Wie in Japan: Schon das Knutschen auf einer Parkbank erregt dort die Gemüter. Küssen darf man sich erst nach der Verlobung. Verheiratet oder nicht: In Dubai und der Türkei (speziell in Istanbul) werden Zärtlichkeiten außerhalb der eigenen Wände sanktioniert.

Am Strand

Sex am Strand ist in jedem Land der Welt tabu. Auch in Deutschland fällt das unter Erregung öffentlichen Ärgernisses. In Spanien hagelt es Geldstrafen von bis zu 1800 Euro an der Costa Brava in Tossa de Mar, bis hin zu 75000 Euro Höchststrafe in Benidorm. Dänemark bestraft die Erwischten mit bis zu vier Jahren Gefängnis, Griechenland und Italien mit bis zu zwei Jahren, Rumänien mit bis zu sieben Jahren. Sehr streng gehen die Behörden in Malaysia vor: Dort ahndet das Strafgesetzbuch Sex in der Öffentlichkeit mit 20 Jahren Haft und der Prügelstrafe.

Oben Ohne

Oben-Ohne-Sonnen kann in Ägypten, Brasilien, Hongkong, Zypern und in Florida zu Ärger führen. Wer in Thailand Oben-Ohne sonnt oder nackt badet, erhält ein Einreiseverbot. Wegen der teils strikten Auslegung sollten Urlauber zum Umkleiden einen geschlossenen Raum (wie die Kabinen am Strand) aufsuchen. Das gilt auch für Kinder. Wer auf Nummer sicher gehen will, macht sich besser vor der Reise über die Gesetze vor Ort schlau.

Das Auswärtige Amt aktualisiert regelmäßig die wichtigsten Fakten: www. auswaertiges-amt.de

 

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