Lokalsport FC Bayern Basketball: Umzug – oder Ende!

Die Rudi-Sedlmayer-Halle wurde 1972 gebaut und soll ab nächster Saison die Spielstätte der Bayern-Basektballer sein. Foto: Martha Schlüter

Basketball-Chef Bernd Rauch stellt klar: Entweder können die Basketballer des FC Bayern in der Rudi-Sedlmayer-Halle spielen – oder das ambitionierte Projekt hat keine Zukunft mehr.

 

MÜNCHENSportlich gesehen ist das Basketballprojekt des FC Bayern derzeit über jeden Zweifel erhaben. Die Mannschaft von Trainer Dirk Bauermann fuhr als souveräner Tabellenführer der zweiten Bundesliga ProA zum Auswärtsspiel am Sonntag beim USC Heidelberg und gewann dort am Ende überzeugend mit 87:71 – der zehnte Sieg in Serie.

Trotzdem steht in diesen Tagen die Zukunft dieser deutschlandweit für Aufsehen sorgenden Basketball-Kampagne der Bayern auf dem Spiel: Sie heißt Rudi-Sedlmayer-Halle – oder es gibt keine.

„Wir haben keine Alternativen“, sagt Vizepräsident Bernd Rauch. „In die große Olympiahalle können wir nicht, weil die im Mai, wenn in der BBL die Playoffs stattfinden, auf Jahre hinaus von Firmen gebucht ist.“ Ein Terminabgleich mit der Liga und Olympiapark GmbH hat ergeben: „Das ist nicht flexibel genug.“ Und die bisher genutzte umgebaute Eishalle „bietet für die erste Liga weder die notwendige Zuschauerkapazität, noch den entsprechenden Komfort“, so Rauch. Die aktuellen Verträge mit dem Olympiapark enden nach der laufenden Saison.

Bleibt also nur Münchens Mutter aller Basketballhallen: Die Rudi-Sedlmayer-Halle, die zur Austragung der Basketball–Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen 1972 erbaut wurde. Sie fasst rund 7000 Zuschauer – genau die vom FC Bayern gewünschte Dimension für die erste Liga – und wäre wohl die perfekte Übergangslösung, bis eine Multifunktionshalle bei einer erfolgreichen Olympiabewerbung gebaut werden könnte.

„Ich war mit Dirk Bauermann vor kurzem dort, er hat auf den ersten Blick gesehen, dass das die passende Halle wäre“, sagt Rauch, der sich schon 2007 um die Nutzung bemüht hatte, aber damals noch an der mangelnden Finanzkraft des mittlerweile insolventen Investors Mpp Entertainment gescheitert war.

Jetzt will – und muss – der FC Bayern die Sache selbst in die Hand nehmen, denn die Zeit drängt. „Im Prinzip sind schon die kommenden drei, vier Wochen entscheidend, was Gespräche mit der Stadt betrifft“, sagt Rauch, „Ende Februar muss das Thema dann durch sein.“ Die Halle müsste, vor allem in Sachen Brandschutz, auf einen aktuellen Stand gebracht werden.

„Es hat sich gezeigt, dass die Halle das absolut wichtigste Thema für uns ist“, sagt Rauch. „Was sollen wir Dirk Bauermann oder der BBL erzählen, wenn wir keine haben?“, sagt Rauch.

Mitte März muss der FC Bayern die BBL-Lizenz beantragen. Dann folgt entweder Stufe zwei des Projekts – oder das Ende.

Julian Galinski

 

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