Lokales Wird der Hauptmarkt bald zum Hauptpark?

Der Hauptmarkt soll grüner werden: Ingrid Treutter vom Bund Naturschutz vor einer Fotomontage mit den Bäumen im Zentrum. Foto: bayernpress.com

Neben dem Streit um den Neptunbrunnen bringt jetzt der Bund Naturschutz ein neues Thema auf die Agenda: Hauptmarkt und Obstmarkt sollen bald grüner werden

 

NÜRNBERG Während bei der Diskussion um die Neugestaltung des Hauptmarkts die Gegner und Befürworter des Neptunbrunnen-Umzugs weiter mobil machen, setzt sich jetzt der Bund Naturschutz (BN) für das Pflanzen von Bäumen ein. Wird unser Hauptmarkt also bald zum Haupt-Park?

Die Mitglieder der Projektgruppe „Grün in der Stadt“ haben zusammen mit einem Landschaftsarchitekten schon ein Konzept ausgearbeitet. Zusammen mit Unterschriften, die sie am Wochenende sammelten, wollen sie dieses an die Verantwortlichen im Rathaus weiterleiten. „Der Haupt- und der Obstmarkt sollen doch ohnehin umgestaltet werden. Da würde sich mehr Grün doch anbieten“, so BN-Frau Ingrid Treutter.

Obstbäume für den Obstmarkt

Ein schattiges Plätzchen in der Steinwüste sucht man vor allem im Sommer vergeblich. Wenn es nach dem BN geht, sollen an der Südseite vor den Cafés Provenza und Alex einige Bäume gepflanzt werden, ebenso entlang der Straße zwischen Tuch- und Waaggasse, wo bislang die Taxen stehen. Statt Autos soll in Zukunft dort Platz für Buden und eine weitere Baumreihe sein. Durch eine Aufhebung der Einbahnstraßenregelung in der Tuchgasse wäre die Zufahrt zur Tiefgarage noch möglich.

Neue Buden soll es zudem an der Brautkehre neben der Frauenkirche geben. Von dort aus würden die Naturschützer auch einen Radweg quer über den Hauptmarkt befürworten. Und damit der Obstmarkt seinem Name alle Ehre macht, sollen dort Obstbäume und Sträucher gepflanzt sowie Bänke aufgestellt werden. Zudem sieht das Konzept eine Fahrbahnverengung am Eingang zur Spitalgasse vor.

Die Bürger-Meinungen zu den Plänen gingen jedoch weit auseinander. Von völliger Zustimmung bis zu vehementer Ablehnung war alles dabei. Insgesamt haben Ingrid Treutter und ihre Mitstreiter bereits 400 Unterschriften gesammelt. au

 

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