Lokales Unfall-Wunder: Hier kam eine Familie lebend raus!

Schutzengel mal vier: In diesem Wrack saß ein Ehepaar mit seinen zwei Kindern. Die Kleinen kamen heil aus dem Unfallwagen, die Eltern wurden verletzt. Foto: FFW Giebelstadt

Frontalzusammenstoß auf der Bundesstraße: Drei Erwachsene werden schwer verletzt. Doch die beiden Kleinkinder in ihren Sitzen auf der Rückbank erleiden nicht mal eine Schramme

 

WÜRZBURG „Da wird schon nichts passieren...“ Das denken sich viele Eltern – und fahren ihren Nachwuchs ohne den vorgeschriebenen Sitz im Auto spazieren. Wie wichtig der für den Schutz der Kleinen sein kann, zeigte jetzt wieder ein Unfall auf der B19 bei Giebelstadt (Kreis Würzburg). Bei einem Frontalzusammenstoß wurde ein Ehepaar schwer verletzt. Die fünfjährige Tochter und der zweijährige Sohn auf der Rückbank erlitten nicht mal eine Schramme. Ein wahres Wunder...

Die Motorhauben der beiden Autos sind zerquetscht. Alles ist verzogen. Die Wucht des Aufpralls, durch den der VW-Passat der Familie und der entgegenkommende Opel in ein angrenzendes Feld geschleudert wurden, hat die Wagen total zerstört. Schaden: 14.000 Euro.

Der Vater war mit dem Passat aus noch ungeklärter Ursache am helllichten Tag auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal in einen Opel Astra gekracht. Drei Besatzungen des Rettungsdienstes kümmerten sich um die erwachsenen Unfallopfer. Bei den Kindern konnte der Notarzt schnell Entwarnung geben.

Die Kleinen, die in den jeweils vorgeschriebenen Sitzen angeschnallt waren, blieben bei dem Crash verschont. Mit Sicherheit hatten das Mädchen und der Bub auch einen Schutzengel. Doch ohne die richtige Sicherung hätte der ihnen kaum helfen können.

Die Statistik der deutschen Verkehrswacht weist aus: Seit der Einführung der Sicherungspflicht ist die Zahl der getöteten Kinder im Auto um rund ein Drittel, die der schwerverletzten Kids um fast ein Viertel zurückgegangen.

Trotzdem geht nach einer ADAC–Stichprobe vor Schulen und Kindergärten über ein Drittel der Eltern grob fahrlässig mit der Sicherheit der eigenen Kinder beim Transport im Auto um. „Katastrophal“, so der ADAC. „Lebensgefährlich“, sagt die Polizei. Andrea Uhrig

 

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