Lokales Nordbayern hat den meisten Schwung

Der Maschinenbau in Nordbayern – hier bei Bosch-Rexroth in Nürnberg – brummt wieder. Foto: dpa

Neue Studie: Hier kommt die Wirtschaft am schnellsten aus der Krise heraus

 

NÜRNBERG Von der Weltwirtschaftskrise am härtesten getroffen, aber auch mit dem meisten Schwung wieder durchgestartet: Nordbayern kommt einer neuen Studie zufolge am schnellsten aus der wirtschaftlichen Talsohle heraus. Von den zehn am stärksten von der Erholung profitierenden Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland kommen fünf aus dem nördlichen Bayern.

Das geht aus einer gestern vorgestellten Studie hervor, die das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) erarbeitet hat.

Die Wirtschaft in den Landkreisen Regensburg, Cham, Erlangen-Höchstadt, Main-Spessart und Neumarkt hat danach besonders viel Schwung. Von den bayerischen Regionen kommt die Oberpfalz am schnellsten aus der Krise, gefolgt von Schwaben und Unterfranken. Oberfranken erholt sich zwar am langsamsten, liegt den Angaben des vbw zufolge im bundesweiten Vergleich aber immer noch im Mittelfeld.

Der vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sieht die Gründe für den schnellen Aufschwung vor allem in der Industrie- und Export-Orientierung der bayerischen Wirtschaft. Sie habe zwar zunächst zur Folge gehabt, dass der Freistaat stärker als andere Regionen von der Wirtschaftskrise getroffen worden seien. Sie sorge nun aber dafür, dass Bayern schneller aus der Krise komme als fast alle anderen Bundesländer. „Das bayerische Geschäftsmodell, das auf eine starke Industrie und einen starken Export setzt, hat sich bewährt“, betonte Brossardt.

Die Grundlagen für die Studie bildeten die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sowie Umsatzentwicklung und Auftragseingänge der Branchen vor Ort.

 

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