Lokales Geschichtsverein: Zoff um Jüdisches Museum

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Plötzliche Kündigung für die Museumspädagogen vom Verein „Geschichte für Alle“ e.V. – angeblich hat das Haus in Fürth Geldprobleme

 

NÜRNBERG/FÜRTH Riesen-Zoff ums Jüdische Museum Franken in Fürth! Knapp zehn Jahre lang hatte das Haus mit dem Nürnberger Verein „Geschichte für Alle e.V.“ zusammengearbeitet, der in der Einrichtung Führungen abhielt und – teilweise ehrenamtlich – Programme konzipierte. Jetzt kündigte Daniela Eisenstein, die Leiterin des Museums, dem Verein. Dessen Macher sind sauer – und werten den Vorgang als „Rausschmiss erster Güte“.

Erst auf Nachfrage habe Eisenstein als Begründung „finanzielle Probleme“ genannt, ohne diese aber vorher thematisiert zu haben. Außerdem, so Eisenstein, sei „Outsourcing“ der Museumspädagogik vor zehn Jahren aktuell gewesen. Heute gehe der Trend wieder dahin, Programme durch Mitarbeiter des eigenen Hauses ausführen zu lassen.

„Geschichte für alle“ sieht nun die Qualität des Museums gefährdet. Die Museumsleitung war am Montagnachmittag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Steffen Windschall

 

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