Lokales Freizeit-Messe: Nürnberg sucht den Super-Presssack!

Halfen tatkräftig mit, die besten Presssäcke unter den neun Kandidaten zu finden (v. l.): Bürgermeister Manfred Preischl, Landrat Herbert Eckstein und Landrat Max Netter. Foto: bayernpress

Welche Franken-Spezialität die Jury durch Auftritt und Geschmack überzeugte - die AZ sagt es Ihnen.

 

NÜRNBERG Zum sechsten Mal suchte der Landkreis Roth auf der Freizeitmesse den besten Presssack der Region. Neun von zwanzig standen in der Endausscheidung. Die zwölfköpfige Jury bewertete Aussehen, Bissfestigkeit und den Geschmack der Spezialität.

Blutrünstig müsse man als Presssack-Liebhaber schon ein bisschen sein, gab Landrat Herbert Eckstein (54) zu. Der Presssack in all seiner Vielfalt und Qualität sei Teil der fränkischen Kultur. „Diese Handwerkstradition wollen wir fördern“, so der Landrat über den Hintergrund der Wahl.

Der Presssack von Metzgermeister Heinrich Rabus (56) aus Rednitzhembach machte am Ende das Rennen. Das Rezept stammt noch von Großvater Rabus. „Biss muss unser Presssack haben, gleichmäßig große Stücke – und einen Schuss Geheimnis“, freut sich Rabus über seinen Sieg. Ansonsten ist drin, was drin sein muss: Schweinskopf, Wurstsuppe, Schwarte, Gewürze wie Pfeffer, Majoran, Piment – und natürlich Blut für die dunkelrote Farbe.

Juror Siegmar Wittmann (70) weiß als gelernter Metzger, warum gerade dieser Presssack gewonnen hat: „Ein typischer Sieger, bei dem das Fleisch noch schlachtwarm in den Kessel kommt.“ Die Qualität eines Presssacks bestimmt laut einer an diesem Tag oft zitierten Legende aber etwas anderes: Entscheidend sei danach, wer bei der Schlachtung das Sau-Schwänzchen hält.

Die Freizeit Messe geht noch bis 7. März, sie ist täglich von 9.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Bisher kamen 98.000 Besucher, 6500 mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.

 

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