Lokales Fit im Herbst: Den Viren keine Chance!

„Haaatschi“: Ein Schnupfen ist äußerst unangenehm – kann aber vermieden werden. Gesundheits-Expertin Annette Bleher verrät wie. Foto: dpa

Es wird kalt und dunkel, Erkältungen und Grippe drohen. Eine AZ-Expertin gibt Tipps für ein starkes Immunsystem: gesunde Ernährung, der richtige Sport und so viel Licht wie möglich

 

NÜRNBERG Zuerst die gute Nachricht: Küssen ist weit weniger gefährlich als bisher angenommen. Der US-Schnupfenforscher Elliot Dick fand bei einer Praxis-Studie heraus, dass sich von 16 Studenten nur einer durch einen Kuss ansteckte. Der einzige Nachteil: Vom Küssen allein wird das eigene Immunsystem nicht fit. Deshalb gibt die AZ die besten Tipps, wie man sich vor Schnupfen & Co schützt:

Wo die Ansteckung droht...

Erkältungsviren überleben außerhalb des menschlichen Körpers bis zu drei Stunden. Genug Zeit, um sich über Türklinken oder Händeschütteln anzustecken. Da ist es wichtig, sich regelmäßig die Hände zu waschen“, rät Annette Bleher, Gesundheitsberaterin der Techniker Krankenkasse Bayern.

Sport: Die beste Infektabwehr

Sport ist für ein stabiles Immunsystem sehr hilfreich. Aber Vorsicht! Es kommt auf das richtige Maß an: „Überanstrengung schwächt die Abwehrkräfte“, warnt Bleher. Die beste Infektabwehr hat, wer zwei- bis drei Mal pro Woche eine halbe bis dreiviertel Stunde einen moderaten Ausdauersport wie Joggen, Radfahren, Inline-Skaten und Schwimmen betreibt. Auch ausgedehnte Wanderungen tun gut.

Licht gegen Depressionen

Ohne Licht produziert der Körper weniger stimmungsaufhellende Endorphine. Tageslicht hilft also gegen Trübsinn, Stress und sorgt für guten Schlaf. „Menschen, die zu Herbst- und Winterdepressionen neigen, sollten darauf achten, möglichst oft draußen aktiv zu werden“, so Bleher.

Vitamine für den Körper

Im Herbst und Winter ist eine Ernährung mit viel Vitamin C nötig: „Das Obstangebot ist in dieser Jahreszeit zwar nicht so vielfältig, aber auch Gemüsesorten wie Brokkoli, Kartoffeln und Paprika enthalten notwendige Vitamine.“

Tücher gegen trockene Luft

Nur bei ausreichender Luftzufuhr kann die Nasenschleimhaut optimal funktionieren. Im Herbst und im Winter ist die Luft generell trockener. Heizungsluft verstärkt diesen Effekt. Abhilfe schaffen feuchte Tücher über den Heizkörpern und regelmäßiges Durchlüften.

Risikofaktoren meiden

Schlafmangel, lange Partynächte und Schichtdienste schwächen das Immunsystem. Auch der Konsum von Zigaretten ist der ideale Komplize von Erkältungsviren: „Die Reinigungsfunktion der Schleimhaut wird durch den Rauch vermindert. Viren und Bakterien können so schlechter abtransportiert werden und sich gut vermehren“, erklärt Annette Bleher. M. Backmund

 

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