Lokales Fiese Erkältungswelle legt die Nürnberger flach!

Die Zahl der Erkältungen ist in den vergangenen Wochen stark angestiegen. Foto: Martha Schlüter

Der Kälte-Einbruch macht Tausende krank. Mediziner raten: „Wer gesund ist, sollte sich jetzt gegen Grippe impfen lassen!“

 

NÜRNBERG Husten, Schnupfen, Heiserkeit – Schniefnasen haben Hochkonjunktur. Mit dem feuchtkalten Oktoberwetter ist nicht nur endgültig der Herbst, sondern auch die erste Erkältungswelle in der Stadt angekommen. In der U-Bahn, am Arbeitsplatz, in Schulen – halb Nürnberg schnieft, schnupft und schnäuzt. Taschentücher, Nasentropfen und Hustensaft gehören mittlerweile zur Grundausstattung in vielen Hand- und Schultaschen. Beinahe jeder vierte Nürnberger leidet derzeit an Erkältungs-Symptomen, schätzen Experten.

„Schuld an der Welle ist aber nicht die echte Virusgrippe, sondern eine Reihe anderer Viren“, erklärt Dr. Alice Schaffer, Leiterin der Abteilung Infektionsschutz beim Nürnberger Gesundheitsamt. „Das sind jetzt grippale Infekte oder einfache Schnupfen-Erkrankungen.“

Auf keinen Fall in die Hände niesen oder husten

Unglaublich: Rund 120 bis 200 solcher Erkältungen bekommt jeder Deutsche im Laufe seines Lebens! Auslöser sind Viren, zum Beispiel Rhinoviren. „Erkältung“ sagt man deswegen, weil Menschen, die frieren, anfälliger sind und sich die Viren bei Kälte besser übertragen als bei Wärme. Die Symptome – Halsschmerzen, Husten, leichtes Fieber – sind nicht so heftig wie bei wie der echten Grippe. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Schon bloßes Anhusten oder Anniesen genügt. Erkrankten rät Schaffer deshalb: „Auf keinen Fall in die Hände niesen oder husten! Denn, wer anderen dann die Hand gibt, gibt auch die Viren weiter.“ Nach sechs bis zehn Tagen ist meist alles vorbei.

Aber auch in diesem Jahr erwartet Alice Schaffer wieder eine große Grippe-Welle. Wer sich binnen Stunden schwach und hundeelend fühlt, aus tiefrotem Rachen hustet, über Kopf- und Gliederschmerzen klagt und vor Fieber fröstelt, der hat sich wahrscheinlich eine Grippe, ausgelöst durch Influenza-Viren, geholt.

Aktuell gibt’s in Nürnberg noch keine Fälle. „Aber jetzt wäre genau der richtige Zeitpunkt, sich gegen die Influenza impfen zu lassen“, empfiehlt die Medizinerin. Denn bis die Impfung voll wirkt, dauert es bis zu 14 Tage. Vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke und Menschen, die viel mit anderen in Kontakt kommen, sollten sich vom Hausarzt eine Impfung holen. Larissa Fleischmann

 

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