Lokales Feuer-Horror: fünf Brände, 18 Verletzte, ein Toter

Dieser Stromverteilerkasten eines Wohnhauses in Fürth geriet in Flammen, nachdem der Blitz eingeschlagen hatte. Foto: News5

Mutige Polizisten retten einen Buben (5) aus Flammenhölle. In Fürth sorgte ein Blitz für eine Katastrophe.

 

NÜRNBERG Das waren schlimme Stunden für 19 Menschen in Franken, die Polizei und die Feuerwehr! In fünf Städten brachen teilweise verheerende Brände aus, bei denen ein Mensch getötet und 18 Menschen verletzt wurden.

In Sennfeld im Kreis Schweinfurt bemerkte eine Autofahrerin in der Nacht zum Donnerstag Rauch, der aus einer Weinstube quoll. Die Kneipe samt Wohnung konnte nur mit Atemschutz betreten werden. Beim Löschen machte die Feuerwehr eine grausige Entdeckung: Der Weinstuben-Besitzer (47) war tot. Die Kripo ermittelt, die Ursache ist noch unklar.

Nur wenige Stunden später musste die Schweinfurter Wehr erneut ausrücken. In der Wohnung einer dreifachen Mutter war Feuer ausgebrochen. Die Frau selbst alarmierte die Polizei. Als die Beamten eintrafen, stand die 30-Jährige völlig aufgelöst auf der Straße: Sie hatte ihre Tochter (3) und ihr Baby (vier Monate) retten können. Auch zwei weitere Kinder, ein Zweijähriger und sein sechs Jahre alter Bruder, die bei der Familie übernachtet hatten, waren schon in Sicherheit.

Der fünf Jahre alte Sohn der verzweifelten Frau war aber noch in der Wohnung. Die Polizisten waren Helden: Obwohl ihnen bereits die Flammen entgegenschlugen, konnten sie den Bub aus dem Flur der lichterloh brennenden Wohnung retten und ins Freie bringen. Die Frau und die Kinder wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Die Brandursache ist auch hier unklar.

Donnerstagnacht löste ein Wohnungsbrand in einem achtgeschossigen Haus in Röthenbach/Pegnitz (Kreis Nürnberger Land) einen Großeinsatz aus. Eine 55-Jährige fand die Feuerwehr in einer verrauchten Wohnung. Sie wurde mit schwersten Verletzungen ins Klinikum eingeliefert. Drei weitere Frauen (29, 83, 86) erlitten Rauchvergiftungen. Vermutlich ging das Feuer von einem Herd aus. Der Schaden beläuft sich auf 30000 Euro.

Ein Blitzschlag beim schweren Unwetter am Mittwochabend war der Grund für einen Brand in einem Fürther Mehrfamilienhaus im Schwandweg. Der Stromverteilerkasten im Treppenhaus hatte Feuer gefangen. In Panik sprang eine Bewohnerin (66) aus dem Fenster im ersten Stock und brach sich das Bein. Sieben Menschen erlitten Rauchvergiftungen.

Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf etwa 50000 Euro. Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar, die Menschen kamen überwiegend bei Angehörigen unter oder wurden vom BRK betreut.

In Erlangen brach in einer Tiefgarage in der Innenstadt am Mittwoch ein Feuer aus. Grund: ein technischer Defekt an einem VW-Bus, ein weiteres Auto wurde beschädigt. Wegen des starken Rauches musste kurzfristig ein Wohnhaus evakuiert werden. sw

 

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