Lokales EM-Stadion in Breslau: Es baut ein Oberpfälzer

Weil polnische Firmen den Termin nicht halten konnten, bekam der Bauriese Max Bögl den Auftrag über 160 Millionen Euro.

 

SENGENTHAL Ein unverwechselbares Prunkstück unter den europäischen Fußballstadien soll das neue EM-Stadion im polnischen Breslau werden. Es ist ein Bauwerk made in Neumarkt: Das Bauunternehmen Max Bögl erhielt jetzt den Auftrag für die 42.000 Zuschauer fassende Arena.

Deutsche Bauingenieure des oberpfälzischen Unternehmens werden in den kommenden Monaten nach Breslau geschickt, um mit polnischen Planern und Arbeitern der Schwesterfirma Max Bögl Polska das Stadion bis Sommer 2011 fertig zu stellen.

Die neue Arena hat eine gläserne Außenhaut

Nach starken Verzögerungen hatte die EM-Ausrichter-Stadt der polnischen Firma Mostostal den Auftrag entzogen und ihn an die Oberpfälzer vergeben. Rund 160 Millionen Euro beträgt das gesamte Auftragsvolumen. Der Bau unterliegt strengsten Uefa-Vorgaben. Mit seiner gläsernen Außenhaut als umlaufende Netzstruktur sieht die Arena aus, als hätte sie die Zukunft gesehen.

In der Logenebene befinden sich zusätzlich noch Büroflächen, Restaurants, ein Physiotherapiezentrum, ein Casino und eine Discothek. Zudem werden im Breslau-Stadion die Nutzflächen nicht wie in herkömmlichen Stadien unter die Tribünen geschoben. Die Tribünen werden stattdessen freigestellt und die Nutzflächen sowie Promenaden nach außen gelegt.

Es ist das achte Stadion-Projekt der Oberpfälzer

Erste Testspiele sind für den Sommer 2011 geplant. Ein Jahr später ist der neue Blickfang Breslaus dann einer der Austragungsorte für die EM 2012 in Polen und der Ukraine. Damit ersetzt die noch namenlose Arena das alte Stadion der Stadt und wird einer der sechs Austragungsorte der EM 2012. Das genügte nicht den neusten Standards der Uefa.

Die Firmengruppe Max Bögl gehört zu den fünf größten Bauunternehmen Deutschlands und war in der Region Mittelfranken am Bau einiger markanter Bauwerke beteiligt: etwa am Datev Service-Center in Höfen und an der gläsernen Pyramide der Fürther EuromedClinic. Auch bei der Arena Nürnberger Versicherung und dem CongressCenter Ost der Messe mischten die Oberpfälzer mit. Nach dem Umbau der BayArena in Leverkusen letzten Sommer ist die neue EM-Arena bereits das achte Stadionprojekt von Max Bögl.CS

 

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