Lokales Ein Erlanger Forscher lüftete das Geheimnis der Dinosaurier

Ein riesiger Pflanzenfresser der Gattung "Spinophorosaurus nigerensis". Foto: dpa

Die riesigen Reptilien starben, nachdem ein gigantischer Meteorit in Mexiko eingeschlagen war und sie kein Futter fanden.

 

ERLANGEN Vulkan-Ausbruch? Meteoriten-Einschlag? Klima-Wechsel? Forscher streiten seit Generationen, wie die Dinosaurier aussterben konnten. Das Rätsel ist jetzt gelöst! Nach einer neuen Überblicks- Studie der Uni Erlangen-Nürnberg sind sie definitiv wegen eines Meteoriten-Einschlags ausgestorben. „Wenn man die vielen neuen Informationen der letzten Jahre zusammenbringt, bleibt nur ein einziger großer Effekt übrig“, erläuterte der Geologe Peter Schulte, Leiter der 41 Forscher umfassenden Gruppe.

Eine alternative Theorie macht Vulkanausbrüche in Indien als Ursache für das Dino-Sterben verantwortlich. Doch die internationale Forschergruppe ist sich sicher, aufgrund der verschiedenen Indizienketten den tatsächlichen Auslöser für das Massensterben gefunden zu haben. „Den exakten Beweis haben wir aber nicht. Möglicherweise wird es ihn nie geben“, räumte Schulte ein.

Demnach verschwanden über zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten, als vor 65 Millionen Jahren in Südmexiko ein Meteorit einschlug. Der Brocken mit einem Durchmesser von rund zehn Kilometern krachte mit der zwanzigfachen Geschwindigkeit einer Gewehrkugel auf die Erde.

Der Chicxulub-Krater (Durchmesser rund 200 Kilometer) besteht noch heute auf der Yucatán-Halbinsel. Als der Meteorit am Ende der Kreidezeit einschlug, setzte er etwa eine Milliarde Mal so viel Energie frei wie die Atombombe über Hiroshima. Schulte: „Bis in etwa 1500 Kilometer Entfernung ist durch Hitze, Erdbeben und Tsunamis alles zerstört worden. Tödlich aber waren die Konsequenzen. Staub und Ruß gelangten in die Atmosphäre. Zudem wurde aus dem Untergrund der Halbinsel sehr plötzlich in großen Mengen Schwefel freigesetzt.“

Sonnenstrahlen drangen nicht mehr bis zur Erde durch, es wurde schlagartig für einige Jahre deutlich kälter. „Dadurch brachen Nahrungsketten zusammen“, fasst Schulte zusammen. Das Plankton ging massiv zurück, Bäume verschwanden. Damit fehlte die Nahrung der riesigen Pflanzenfresser, auf die ihrerseits die Fleisch fressenden Saurier angewiesen waren.

 

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