Lokales Drama um Söders Eltern

Minister Markus Söder als Kind mit Vater Max und Mutter Renate. Foto: abendzeitung

Der bayerische Umweltminister öffnet sich, erzählt erstmals vom Tod von Mutter und Vater. Und gibt zu, dass er auf Kritik mitunter sensibel reagiert...

NÜRNBERG Normalerweise ist das Privatleben von Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) für die Öffentlichkeit tabu. Jetzt gibt der 42-Jährige erstmals Einblicke in seine Seele. Und erzählt das Drama um seine Eltern, die beide nach einer schweren Krankheit gestorben sind.

In der Illustrierten „Bunte“ erzählt Söder vom Tod seiner Mutter Renate, die 1994 mit 56 Jahren starb – drei Wochen, bevor ihr Sohn mit 27 erstmals in den Bayerischen Landtag gewählt wurde: „Sie war dialysekrank. Es war ein Schock. Ich habe es lange nicht verdaut.“ Acht Jahre später musste Söder auch den Verlust seines Vaters Max verkraften. „Es war ein langer Leidensweg. Am Ende war er bettlägerig. Gerade in dieser Zeit hat sich viel Nähe entwickelt“, erinnert sich Söder. „Nach einem Herzanfall lag er im Koma. Auf einer Palliativstation haben wir auf das Ende gewartet.“

Stolz auf die Schweinauer Herkunft

Aufgewachsen ist der heute vierfache Familienvater (zwei Töchter, zwei Söhne) in Schweinau. Auf diese Kindheit ist Söder, der im Nürnberger Südwesten auch seinen Wahlkreis hat, noch heute stolz. Sein Vater war Maurermeister, hatte einen gut gehenden Handwerksbetrieb. „Er hat mir beigebracht, positiv zu denken. Und dass man mit harter Arbeit nicht alles, aber doch vieles erreichen kann.“

Auch sonst gibt der meist als eher oberflächlich gescholtene CSU-Mann Erstaunliches preis: „Klar“, reagiere er sensibel auf Kritik, räumt er ein. „Besonders, weil in der Politik das meiste persönlich gemeint ist.“

 

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