Lokales Die Supermarkt-Räuberin mit der Perücke hat jetzt ein Gesicht!

Die Gangsterbraut ohne Perücke. Foto: Polizei

Neue Erkenntnisse der Ermittler: Am Überfall auf den Edeka-Markt in der Bucher Straße waren zwei Frauen beteiligt. Die Polizei sucht händeringend nach Zeugen

 

NÜRNBERG Die brutale, dreiköpfige Räuberbande, die am Montagabend den Edeka-Markt in der Bucher Straße überfiel, hat sich wie in Luft aufgelöst...

„Wir haben bisher keinerlei verwertbare Hinweise von Zeugen bekommen“, sagte gestern ein Sprecher der Polizei. Trotzdem ergeben die vielen Mosaiksteinchen, die die Ermittler in mühseliger Kleinarbeit zusammensetzen, ein erkennbares Bild: Sicher ist inzwischen, dass an dem Überfall zwei Frauen beteiligt waren.

Die Täter wurden von Überwachungskameras gefilmt. Aber nur von einer Frau, die sich später mit einer Afro-Perücke tarnte, liegt ein scharfes Bild vor, das ihr Gesicht zeigt. Sie ist nach Einschätzung der Polizei etwa 20 bis 25 Jahre alt, ebenso wie ihre Komplizin. Der ebenfalls am Überfall beteiligte Mann, der aufgrund seines Akzents aus Osteuropa stammen dürfte, ist dagegen etwas älter – etwa 30. Er und eine der beiden Frauen waren bewaffnet.

Nach den Erkenntnissen der Polizei betraten die Räuber den Supermarkt kurz vor Ladenschluss um 20 Uhr. Sie versteckten sich anschließend bis sich nur noch eine Angestellte (39) und ein Kollege (21) im Geschäft aufhielten. Dann schlugen sie brutal zu, bedrohten die beiden Mitarbeiter mit Waffen und raubten mehrere Tausend Euro aus dem Tresor. Danach flüchteten sie zu Fuß. Ein Passant sah die dunkel gekleideten Gestalten zwar wegrennen, konnte jedoch keine Einzelheiten erkennen.

„Wir suchen dringend Zeugen, denen die drei Unbekannten vor der Tat im Nahbereich des Supermarktes beziehungsweise auf dem Fluchtweg aufgefallen sind. Wer Beobachtungen gemacht hat, die uns weiterhelfen könnten, sollte sich unter der Telefonnummer Tel.0911/21123333 bei uns melden“, erklärte Robert Sandmann vom Nürnberger Polizeipräsidium.

Die beiden Angestellten des Supermarktes, die mit Waffen bedroht und mit Schlägen und Tritten traktiert worden waren, konnten nach ambulanter Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Sie stehen jedoch noch immer unter Schock. „Es geht ihnen den Umständen entsprechend“, sagte ihre Chefin. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Räuber-Trios führen, wurden 1000 Euro Belohnung ausgesetzt. hr

 

0 Kommentare