Lokales Das Bayreuther Opernhaus soll zum Weltkulturerbe werden

Welterbewürdig? Ein Blick von der Bühne in den Zuschauerraum des Markgräflichen Opernhauses in Bayreuth. Foto: dpa

Auch der Nürnberger Schwurgerichtssaal soll in einigen Jahren auf die Liste der Unesco.

 

BAYREUTH/NÜRNBERG Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth soll Welterbe werden. Die deutsche Kultusministerkonferenz (KMK) hat das Baudenkmal, das zwischen 1744 und 1748 erbaut wurde, offiziell für die Aufnahme in die Unesco-Liste vorgeschlagen. Das zweite Denkmal, mit dem Deutschland an den Start geht, ist die Kurfürstliche Sommerresidenz in Schwetzingen (Baden-Württemberg). Ob auch der Nürnberger Schwurgerichtssaal als ideengeschichtliches Welterbe geadelt wird, entscheidet sich jedoch erst in einigen Jahren.

Jedes Jahr reichen die Länder bei der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Paris ihr Vorschläge ein. Diese entscheidet dann im nächsten Jahr, welche Orte aufgenommen werden. Die deutsche KMK hat derzeit noch eine Vorschlagsliste, die bis zum Jahr 2017 reicht.

Die Vorschlagsliste reicht noch bis 2017

Für die Vorschlagsperiode ab 2018 werden derzeit in den Bundesländern weitere welterbewürdige Orte gesammelt. In Bayern ist der Bewerbungsschluss für diese Liste am 1.März. „Die Bewerbungen dafür laufen gerade ein“, so Ministeriumssprecherin Susanne Raab. Darunter ist auch die der Stadt Nürnberg.

Die will mit dem Schwurgerichtssaal 600 punkten. Hier wurde den Nazi-Kriegsverbrechern der Prozess gemacht. Das gilt als Geburtsstunde des internationalen Völkerstrafrechts. Laut Unesco-Bestimmungen könnte Nürnberg damit ein Ort des ideengeschichtlichen Welterbes werden.

Bis es allerdings so weit ist, muss ein komplizierter Prozess durchlaufen werden. Erst muss sich der Freistaat für den Saal 600 entscheiden, dann muss die KMK ihr Okay geben. Das Auswärtige Amt leitet den KMK-Vorschlag an die Unesco weiter. mir

 

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