Lokales Brandmelder weckt Vater: Leon (3) gerettet!

Matthias Reiser (25) im ausgebrannten Kinderzimmer. In der Hand hält er den durch die Hitze geschmolzenen Brandmelder. Foto: B. Meyer

Im Kinderzimmer des Buben brach gestern früh in Nürnberg-Boxdorf ein Feuer aus.

 

NÜRNBERG In den Flammen ist die Plastikbox geschmolzen. Wie ein ein Tropfstein hängt sie von der Decke in Leons Kinderzimmer. Das Ding, in dem auch Stunden später immer noch ein kleines rotes Licht blinkt, ist der Lebensretter für den Nürnberger Matthias Reiser und seinen Sohn. Dank des Feuermelders konnte der 25-Jährige seinen Leon (3) vor Flammen und Qualm im Einfamilienhaus in der Boxdorfer Hauptstraße retten.

Es war kurz nach 7.30 Uhr, als der schrille Ton Matthias Reiser aus dem Schlaf riss. „Ich dachte erst, es sei mein Wecker.“ Ehefrau Lisa war schon weg. Der Kleine hatte wohl noch in seinem Gitterbett bei den Eltern geschlummert, als das Feuer im Nebenraum ausgebrach. „Als ich die Augen aufschlug, sah ich schon den Rauch an der Decke“, schildert der Familienvater die dramatischen Minuten.

„Leon, wo bist du?“, rief er. Der Kleine war bereits beim ersten Alarmton aufgewacht – und neugierig zu seinem Kinderzimmer gelaufen, das sein Vater gerade renoviert. „Papa, was ist das?“, fragte der Dreijährige. Für lange Antworten war keine Zeit. Matthias Reiser ist bei der Freiwilligen Feuerwehr. Er weiß, dass schon ein paar Atemzüge im giftigen Rauch tödlich sein können!

Er alarmierte die Feuerwehr, schloss alle Türen, packte seinen Sohn in eine dicke Jacke, drückte ihm eine Taschenlampe in die Hand und setzte ihn ins Auto. Dann rannte der Vater wieder hoch und wollte löschen.

Wenig später traf die Feuerwehr ein. Fasziniert beobachtete Leon die Arbeit der Profis. Schnell war das Feuer unter Kontrolle. Matthias Reiser erlitt eine leichte Rauchvergiftung. Wie es zu dem Brand kam, ist noch unklar. Die Feuerwehr ist sich sicher: „Ohne Brandmelder wäre die Sache böse ausgegangen.“ au

 

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