Lokales Bonjour, Flocke: Jetzt ist sie Französin

Völlig entspannt läuft Flocke in die Transportkiste. Foto: Tiergarten Nbg

Der Eisbären-Transport ist geglückt – nach fast 17 Stunden erreichten Flocke und Rasputin die Côte d’Azur

 

NÜRNBERG Bonjour Flocke, bonjour Rasputin – fränkisch werden eure Ohren so schnell wohl nicht mehr hören! Aber dafür sagt man den Franzosen nach, dass sie ihr Essen nicht unter sieben Gängen beenden – vielleicht gilt das ja auch für Eisbären?

Flocke und Rasputin erreichten am Freitag um 9 Uhr die Cote d’Azur. 16,5 Stunden brauchte der Transporter. Begleitet wurden die Tiere von drei Pflegerinnen und Pflegern, die Flocke aufgezogen haben. Und bereits einige Tage lang hatten sich französische Bärenpfleger am Schmausenbuck mit den beiden Tieren angefreundet.

Damit die Reise in den Süden für die Bären so stressfrei wie möglich wurde, hat der Zoo lange vorher mit den Tieren geübt. So wurden Flocke und Rasputin nur noch in ihren Transportbehältern gefüttert – damit brachten die beiden die Kisten in einen angenehmen Zusammenhang. Während des Trainings sind auch die Fotos von Flocke und Rasputin entstanden.

Die beiden sind seit Dezember 2008 ein Herz und eine Seele, weshalb sie auch zusammen in einem anderen Zoo untergebracht wurden. Die Wahl des Koordinators des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms – in der freien Natur leben nur noch 22.000 Eisbären – fiel auf Antibes. Dort befindet sich eine einzigartige Meerwasseranlage. sw

 

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