Lokales Blaue Nacht: Heuer ist sie in Bewegung

Die Lichtprojektion auf der Burg als Publikumsmagnet: Der Maler und Grafiker Axel Voss bebildert eine Städtereise. Foto: abendzeitung

Am 15. Mai feiert die Kunst das Bahnjahr. Für die Besucher soll alles nach Fahrplan laufen

 

NÜRNBERG „Unterwegs“ heißt am 15. Mai das Motto von Nürnbergs Blauer Nacht zum Jubiläumsreigen „175 Jahre Deutsche Eisenbahn“. Dass die Besucher mobiler werden, daran hat das Projekt-Team gearbeitet. Denn für Frust beim Publikum hatte in den letzten Jahren gesorgt, dass es wegen der Menschemassen gar nicht so schnell „unterwegs“ sein konnte, wie das geballte Programm vorbei war. Kulturreferentin Julia Lehner gibt zu: „Es ist nicht alles auf der Blauen Nacht zu schaffen. Aber wir haben uns bemüht, kundenfreundlicher zu werden.“

Über 200 Angebote gibt es an über 70 Stationen zu sehen. Um sich effektiv und planvoll – und damit genußvoller – von einer Veranstaltung zur nächsten zu bewegen, besteht diesmal die Möglichkeit, sich auf der Festival-Homepage unter „Meine Blaue Nacht“ einen persönlichen Event-Plan mit Wegbeschreibung zusammenstellen und auszudrucken. „Es ist ratsam, auch die Hauptrouten zu umgehen“, rät Lehner.

Zu den Programm-Highlights: Die Kunstprojektion auf der Kaiserburg lässt sich erfahrungsgemäß keiner entgehen. Regionale Künstlergrößen wie Toni Burghart (2007) gestalteten bereits die bewegten Bilder. Heuer ist es Grafiker Axel Voss. In rund 15 Einzelmotiven stellt er Orte auf der ersten Bahnstrecke Deutschlands zwischen Nürnberg und Fürth dar. Nur im DB Museum zwischen historischen Waggons und Loks lebt das Bahn-Motto richtig auf. Bei „Take the A(dler) Train“ kommt Liedgut rund um die Bahn zu Gehör, wie Udo Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“. Im Innenhof rattern atmosphärisch Züge in Kurzfilmen vorbei. Das Staatstheater setzt das Museum in Szene. 130 000 Besucher werden zur Blauen Nacht erwartet. Insgesamt kostet der Kulturevent 350 000 Euro, die durch Sponsorengelder, städtische Mittel und den Kartenverkauf gedeckt werden.

VVK-Start 16. April. Das Ticket kostet im VVK 11, erm. 9 Euro. ist erhältlich u.a. bei der Kultur Information, Königstr. 93 und bekannten VVK-Stellen

 

0 Kommentare