Lokales AuTSCHtokorso! Vier Verletzte in Franken

Waghalsige Begeisterung. Auch diese Mädels feierten beim Autokorso rund um den Nürnberger Plärrer den Einzug der deutschen Nationalelf ins WM-Achtelfinale. Der Spaß kann jedoch ganz schnell gefährlich werden. Daher bittet die Polizei alle, angeschnallt zu bleiben und sich an die Verkehrsvorschriften zu halten. Foto: News5

Während die wilde Feierei am Nürnberger Plärrer ohne Zwischenfälle verlief, wurde es vor allem in Unterfranken brenzlig

 

NÜRNBERG Erst am 11. Juli geht es in Südafrika um alles. Wer wird Fußball-Weltmeister 2010? Noch ist Deutschland zugegebenermaßen weit vom Finale entfernt. Dennoch – nach dem 1:0-Sieg über Ghana ist das Fußball-Fieber wieder voll entfacht. Wir sind im Achtelfinale!

Dass man diese Tatsache schon mal weltmeisterlich feiern kann, bewiesen am Mittwochabend wieder ausgelassen jubelnde Fans am Nürnberger Plärrer. Wer braucht schon Vuvuzelas, wenn die Autohupe noch viel lauter dröhnen kann? Hupend und feiernd drehten Hunderte von Autos ihre Runden auf Nürnbergs verkehrsreichstem Platz. Gut 2000 Menschen, so schätzt die Polizei, waren dort außerdem zu Fuß unterwegs, um Jogis Jungs zu bejubeln.

Dass eine solch ausgelassene Feierei mitunter schmerzlich enden kann, mussten einige Fans in Unterfranken erfahren. Denn während es in Nürnberg zu keinerlei nennenswerten Zwischenfällen kam, hatte ein Würzburger weniger Glück. Der 22-Jährige saß auf dem Dach eines Autos. Als der Fahrer flott eine Kurve nahm, stürzte der junge Mann vom Dach und zog sich schwere Kopfverletzungen zu. In Aschaffenburg brach die Seitenscheibe eines Cabrios. Kein Wunder: Sie musste die Last von drei Männern tragen. Auch sie fielen in einer Kurve aus dem Wagen – verletzten sich aber nur leicht.

Auch in Bayreuth musste die Polizei eingreifen und einige Übermütige wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringen: Sie waren in ihrer Euphorie auf Ampelmasten geklettert, blieben zum Glück aber unverletzt.

Im Vorfeld des Achtelfinal-Spiels gegen England am Samstag bittet die Polizei deshalb wieder: Verkehrsvorschriften beachten, angeschnallt bleiben, Abstand halten, keine Arme und Beine aus den Autos hängen lassen und schon gar nicht in den Kofferraum setzen! kes

 

0 Kommentare