Löwen verlieren 1:2 beim KSC: 1860 jetzt im Abstiegskampf

Einzelkritik 1860 in Karlsruhe Vallori Foto: dpa

Die Löwen verlieren 1:2 gegen Karlsruhe. Stürmer Benny Lauth sieht den TSV 1860 nun „an der Schwelle nach unten – wir müssen aufpassen”

 

Karlsruhe - Genau sieben Wochen war Friedhelm Funkel am Sonntag im Amt beim TSV 1860. Bei der Vorstellung des Trainers war er von 1860-Präsident Gerhard Mayrhofer und Co. präsentiert worden als Hoffnungsträger, als Coach, der für mehr sportlichen Erfolg sorgen und die Löwen vor allem offensiv wieder wettbewerbsfähig machen sollte.

Nicht mal zwei Monate später ist vom angekündigten Umschwung nicht mehr viel übrig. Das 1:2 beim Karlsruher SC lässt vielmehr das Schlimmste befürchten. Der TSV 1860 befindet sich nach zwölf Spieltagen auf Rang elf der Tabelle. Nur noch drei Punkte beträgt der Abstand zum Tabellen-16. Dresden auf den Relegationsplatz. Der Abstiegskampf beginnt für den TSV 1860 bereits im Herbst.

Ab sofort gilt: Die Löwen werden in den kommenden Wochen Punkte sammeln müssen für den Klassenverbleib. „Wir erkennen das, wir sind an der Schwelle nach unten und müssen aufpassen, dass wir nicht reinrutschen”, sagte Benny Lauth, der beim KSC seinen Negativ-Rekord brach, nun seit 810 Minuten kein Tor mehr geschossen hat.

Viel schlimmer wog an diesem Nachmittag aber die Niederlage und die Angst vorm Freien Fall. Vom Aufstiegs-Traum können sich die Löwen nun endgültig verabschieden. Der Blick muss jetzt nach unten gehen. Zumal sich Funkels Elf offenbar nicht mal mehr auf auf die eigenen Stärken verlassen kann. Wenn die Löwen in den vergangenen Wochen etwas ausgezeichnet hatte, dann war es eine weitestgehend stabile Defensive. Beim KSC folgte dagegen vor allem in Halbzeit eins Abwehrfehler auf Abwehrfehler.

Nach einem vielversprechenden Beginn und Chancen von Moritz Stoppelkamp und Marin Tomasov, stellten die Karlsruher den Spielverlauf in der 16. Minute mit der Führung von Selcuk Alibaz auf den Kopf. Zuvor hatte Dominik Stahl den Ball verloren, weil er auf dem nassen Rasen ausgerutscht war.

In der 22. Minute dann das nächste Unglück für die Löwen. Stoppelkamp vergaß das Verteidigen, Linksverteidiger Sebastian Hertner wurde von den Kollegen alleine gelassen und Kapitän Guillermo Vallori drückte den Ball beim Versuch zu klären über die Linie zum 0:2. Letztlich traf den Spanier keine Schuld, hinter ihm wäre Torres einschussbereit gewesen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte dann ein ähnliches Bild wie am Anfang des Spiels. Die Löwen begannen schwungvoll, scheiterten aber mehrfach knapp. Yannick Stark traf in der 51. Minute nur den Pfosten, Stoppelkamp scheiterte an Dirk Orlishausen (53.) und auch Tomasov hatte in der 54. Minute kein Glück. Die Löwen hatten Chancen wie lange nicht mehr. „Es ist schwer, das Positive zu sehen, wenn wir keine Punkte holen”, sagte Lauth. Recht hat er. Da ging fast unter, dass die Löwen sogar noch ein Tor schossen in Karlsruhe. Ein sehenswertes sogar durch Stoppelkamp (85.). „Die Pleite war bitter, unnötig, der Anschluss kam zu spät. Heute hat die klar bessere Mannschaft verloren. Wir müssen eine Serie starten, ich glaube daran”, sagte Stoppelkamp. Na, hoffentlich.

 

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