Löwen-Triumph in Cottbus Heiß! Heißer! Löwen!

Kantersieg vom Feinsten: Die Besten Bilder vom Spiel gegen Cottbus. Foto: dapd

Welch ein Auftritt: Der TSV 1860 gewinnt beim erschreckend schwachen Ligarivalen Energie Cottbus klar mit 5:0. Benny Lauth überragt in seinem 100. Zweitligaspiel.

 

Cottbus – Ein bisschen ärgerlich ist das ja schon für die Löwen. Da fahren sie nach Cottbus, gewinnen bei heißen 27 Grad leicht und locker 5:0 gegen den dortigen Zweitligisten FC Energie und verdienen sich deswegen zwei freie Tage. Und dann soll’s in München am Sonntag und Montag regnen bei nur wenig sommerlich 18 Grad. Aber das wird ihnen wahrscheinlich ziemlich egal sein. Denn nachdem die Sechzger in der Lausitz derart heiß auftraten, wird ihnen etwas Abkühlung wahrscheinlich sogar ganz guttun. Wie auch immer, der TSV 1860 ist nun richtig gut drin in dieser neuen Saison, am Samstag sprang die Mannschaft von Trainer Reiner Maurer dank ihres unerwarteten Schützenfestes bis auf Tabellenplatz drei – so weit oben hatte sie vergangene Saison nie gestanden.

„Scheißspiel von uns“, sagte Energies Marc-Andre Kruska nach der höchsten Heimpleite in der Vereinsgeschichte. „Das müssen wir erst mal verkraften.“ Und Cottbus-Trainer Pele Wollitz meinte: "Das ist nicht entschuldbar. Enttäuschend, fahrlässig. Die ganze Mannschaft ist zusammengebrochen. Das ist mehr als traurig." Löwen-Stürmer Benny Lauth, der unter der Woche 30 geworden war, sagte: "Es war eine perfekte Woche. Ich bin rundum glücklich. Wir haben ein ganz wichtiges Spiel gewonnen. Und wie!"

Doch wie konnte das passieren, dass die zuvor spielerisch wenig überzeugenden Löwen derart deutlich bei Energie Cottbus, einer gewöhnlich sehr heimstarken Mannschaft, gewannen? Die Sechzger schafften, was sie von ihrem Gegner befürchtet hatten: Sie legten einen wahren Blitzstart hin. Schon nach 80 Sekunden nickte Stefan Aigner eine Freistoßflanke von Benny Lauth ins lange Eck, und nur fünf Minuten später schickte Schiedsrichter Markus Schmidt den Cottbuser Verteidiger Konstantin Engel zurecht mit roter Karte vom Feld, da er nach seinem eigenen Fehler den allein aufs Tor zustürmenden Benny Lauth kurz vor dem Strafraum als letzter Mann am Trikot festhielt. Wollitz sagte: "Völlig gerechtfertigte rote Karte."

Doch für die Löwen kam es noch viel besser: Nach 23 Minuten nahm Kevin Volland einen Pass von Lauth auf und drosch die Kugel aus spitzem Winkel zum 2:0 ins Netz; und sieben Minuten später verwertete Daniel Halfar eine feine Hereingabe des nun in seinem 100. Zweitligaspiel wie beflügelt wirbelnden Lauth. Doch als ob das alles noch nicht genug gewesen wäre für die Gastgeber, schaufelte Verteidiger Uwe Hünemeier dann auch noch eine Aigner-Flanke zum 4:0 für die Löwen ins eigene Tor. Kein Wunder also, dass 1860-Sportchef Florian Hinterberger in der Pause sagte: „Das ist ein sehr angenehmer Nachmittag für uns.“

Freilich nahmen die Löwen nach der Pause etwas Tempo aus der Partie, Chancen ergaben sich nur noch wenige. Bis in die 72. Minute, in der Volland einen blitzsauberen Pass auf Lauth spielte, der seinen überragenden Auftritt mit dem 5:0 krönte. Für den Torjäger war es der erste Saisontreffer.

 

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