Löwen-Trainer Reiner Maurer: Der Problemlöser

Löwen-Trainer Reiner Maurer tritt mit den Löwen zum Spitzenspiel in Berlin an. Foto: firo/AK

Die Löwen legen den besten Saisonstart seit Jahren hin – vor allem dank Reiner Maurer. Warum sich der Trainer mittlerweile als Fachmann für schwierige Situationen etabliert hat, erklärt die AZ hier.

 

München - Nach seinen schwierigen Anfangswochen nimmt er die zwei nächsten Probleme gerne in Kauf. Sie könnten angenehmer kaum sein. Erst muss Reiner Maurer seine Löwen auf das Top-Spiel bei Hertha BSC am Freitag vorbereiten. Und die Aufgabe bedeutet einen großen Anreiz für ihn, immerhin sprach Berlins Trainer Jos Luhukay davon, sein Team sei „ab Oktober unschlagbar”. In den Wochen danach muss sich Maurer, dem mit 1860 der beste Start seit dem Abstieg vor acht Jahren gelungen ist, den lange verletzten Grigoris Makos wieder einbauen. „Das ist ja ein schönes Problem”, sagt Maurer, „ich freue mich darauf.”

Mit Problemen kennt sich Maurer bei 1860 mittlerweile aus, mit deren Lösung noch besser. In seinem dritten Jahr hat er nach dem Umbau im Sommer, als sechs Zugänge integriert werden mussten, einen Start nach Maß hingelegt. Spielerisch klappte zunächst nicht viel, die Ergebnisse stimmten trotzdem. „Jetzt sind wir abgestimmter”, sagte Maurer am Montag. Dafür aber musste er aber erst als Problemlöser ran – so wie in den beiden Jahren zuvor. Die AZ zeigt, mit welchen Herausforderungen sich Maurer konfrontiert sah – und wie er sie zu bewältigen wusste.

September 2012: 1860 ist nach sechs Spielen zwar unbesiegt. Doch vier Unentschieden sorgen für lange Gesichter. Maurer erkennt, dass seine Offensive nicht harmoniert, baut das System um, lässt in Benny Lauth nur noch einen Stürmer spielen und zieht Daniel Bierofka nach vorne. Folge: Zwei klare Siege gegen Ingolstadt und Sandhausen. Maurer: „Die Ergebnisse geben uns recht. Sie stärken uns.”

April 2012: Von sechs Spielen gewinnt 1860 nur eins. Maurer baut um – mit Erfolg: Stefan Buck fliegt aus der Startelf, Christopher Schindler bewährt sich hinten links, Dominik Stahl macht die Mitte. „Wir haben dann einen richtig guten Schlussspurt hingelegt”, sagte Maurer später – stimmt: Von den letzten sechs Spielen ging nur eins verloren.

November 2011: Die Löwen gelingt nur ein Sieg aus sechs Spielen. Maurer nimmt Benjamin, Kaiser und Stefan Buck raus, bringt Rakic rein und stellt ihn nach rechts – in den nächsten Monaten schaffen die Sechzger sieben Siege aus acht Spielen.

Februar 2011: Nach nur einem Sieg aus acht Spielen hängen die auch finanziell vor dem Aus stehenden Löwen in einer Krise. Maurer verbannt Alex Ludwig auf die Bank, stellt Kevin Volland in den Sturm – seine Löwen legen einen fulminanten Schlussspurt hin und erobern so auch das Herz von Investor Ismaik.

 

 

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