Löwen-Neuzugang Michael Görlitz: "Der Aufstieg müsste drin sein"

Michael Görlitz blickt optimistisch in die Zukunft. Foto: sampics/Augenklick

Der Löwen-Neuzugang versucht, den Anschluss an die Mannschaft zu finden. Hier spricht er über seine Verletzung und prägende Trainer.

München - Ein Mann. Ein Ball. Und endlich kein Verletzungs-Drama mehr. Neulöwe Michael Görlitz stand auch am Montag im Mannschaftstraining des TSV 1860 und will nichts lieber, als endlich voll mitmachen zu können an Sechzigs Projekt Wiederaufstieg.

"Nach sechs Monaten macht es richtig Spaß, mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen - viel besser, als ständig alleine zu trainieren. Das ist unwahrscheinlich geil", sagte der 30-jährige Hoffnungsträger in seiner ersten Presserunde mit sichtlich bester Laune.

Görlitz sprach über…

...seine Einsatzbereitschaft in den Testspielen: "Toi, toi, toi - bis jetzt hat meine Achillessehne zum Glück nicht reagiert. Ich glaube aber eher nicht, dass ich in den Tests schon dabei bin. Das muss der Trainer entscheiden. Aber würde mich freuen, große Teile des Teamtrainings mitmachen zu können."

...Leidensgenosse Timo Gebhart: "Es ist doof, dass er eine Entzündung in der Achillessehne hat. Ich hoffe aber trotzdem, dass ich ihm bald meine Pässe zuspielen kann. Ich bin kein Gebhart-Ersatz und würde am liebsten mit ihm zusammenspielen."

...den Restrückrundenstart in Nürnberg: "Es wäre schön, auf dem Platz zu stehen. Wir werden aber kein Risiko eingehen. Ich verstehe auch Leute, die sagen, der Görlitz ist kaputt. Ich würde sie gerne vom Gegenteil überzeugen."

....Sechzigs "Risikotransfer": "Ich kann die Leute verstehen, die sagen, der Görlitz ist kaputt. Das akzeptiere ich und würde sie gerne vom Gegenteil überzeugen."

...Daniel Bierofka: "Biero lebt als Trainer, wie er als Spieler war. Ich komme gut mit Trainern zurecht, die Gas geben. Er ist auf jeden Fall einer, der seinen Beruf liebt."

...seine Stärken: "Ich denke, ich kann ruhig am Ball sein, meinen Mitspielern durch mein Spiel Sicherheit geben. Ich bin ein unbequemer Gegenspieler und kann mich in Eins-gegen-Eins-Situationen durchsetzen."

"Willkommen im geilsten Klub"

...Sechzig als "Chaoten-Klub": "Ich habe auch damit gerechnet, dass mich einige Leute darauf ansprechen. Es war aber das Gegenteil: Viele Leute haben mir zu meinem Wechsel gratuliert. Basti Maier (Ex-Löwe von Hannover 96, d.Red.) hat geschrieben: 'Willkommen im geilsten Klub!'"

...prägende Trainer: "Hermann Gerland hat mir vermittelt, Willen und Einsatz zu zeigen. Benno Möhlmann hat mich bei meiner ersten Profistation geprägt, er hat mir Herrenfußball beigebracht."

...prägende Spieler: "Als ich jung war und ich oben mittrainieren durfte, ein Franck Ribéry. Aber der beste Spieler gegen den ich jemals gespielt habe, hieß Daniel Bierofka." (lacht)

...Verwechslungen mit Andi Görlitz: "Es haben schon viele gedacht, dass ich Andi Görlitz bin. Wenn ich irgendwo beim Arzt war, oder auch in einem Interview. Kurze Zeit haben wir auch zusammengespielt, als er verletzt war, bei den Bayern-Amateuren. Dabei haben wir festgestellt, dass wir beide Familienangehörige in Berlin haben, aber wohl nicht miteinander verwandt sind."

...seine Wunschposition: "Schwer zu sagen. Früher habe ich viel zentral gespielt, das hat Spaß gemacht. Danach viel über außen und am Schluss auch rechts hinten. Jede Position hat etwas Besonderes, von daher habe ich keine klare Wunschposition. Müssen Sie den Trainer fragen, wo er mich eingeplant hat."

...seine Familiensituation: "Meine Frau Janina und ich haben eine kleine Tochter, sie heißt Ena. Sie ist seit 16 Monaten unsere Nebenbeschäftigung. Wir sind gerade auf der Suche nach einer Wohnung."

...seinen Wechsel zu Halmstads BK nach Schweden: "Das war ein Abenteuer für mich, eine geile Zeit und ich konnte mich auch als Fußballer weiterentwickeln. Jetzt spreche ich auch Schwedisch. Aufstieg, beziehungsweise "hochgehen" heißt ‚gå upp'." (lacht)

...den Aufstieg mit den Löwen: "Bei diesem Umfeld, immer einer vollen Hütte im Grünwalder Stadion: Da müsste der Aufstieg drin sein - damit wir einen Schritt weiter dort wären, wo dieser Traditionsverein sein müsste."

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