Löwen im Abstiegskampf Konkurrenten patzen - Liendl warnt die Sechzger trotzdem

, aktualisiert am 07.05.2017 - 16:51 Uhr
"Wenn wir so gut spielen wie heute, bleiben wir auf jeden Fall drin", sagte Michael Liendl nach dem Sieg gegen Dynamo Dresden. (Archivbild) Foto: dpa

Löwen-Coach Vitor Pereira hat in Michael Liendl wohl seinen Kapitän für den Abstiegskampf gefunden. Als solcher nimmt der Österreicher sogleich seine Funktion als Mahner wahr. Markant: Am Sonntag patzen gleich zwei Kontrahenten.

 

München - Es läuft für Sechzig im Abstiegskampf. Am Sonntag patzte Kontrahent Arminia Bielefeld (17./33 Punkte) nach Führung beim VfL Bochum. Die Ostwestfalen spielten letztlich 1:1, hatten Glück, dass sie nach fahriger zweiter Hälfte am Schluss nicht noch verloren. Und der Tabellen-15. Erzgebirge Aue verlor letztlich chancenlos beim Aufstiegsaspiranten VfB Stuttgart 0:3. Die mit 36 Zählern punktgleichen Sachsen konnten deshalb nicht am TSV 1860 (14.) vorbeiziehen.

Christian Gytkjaer mit zweitem Saisontor

Die Löwen könnten somit bereits am 33. Spieltag kommenden Sonntag gegen den VfL Bochum (13.50 Uhr, im AZ-Liveticker) den Ligaverbleib klarmachen. Nach wie vor ist aber alles offen, der Klassenverbleib keineswegs sicher. Bereits vor den Sonntagsergebnissen hatte Kapitän Michael Liendl gemahnt: "Es bleibt das Problem, dass wir viel zu viel Aufwand betreiben müssen, bis wir treffen."

Getroffen hatte beim 2:1 bei Dynamo Dresden am Freitagabend Christian Gytkjaer – endlich wieder. Es war das zweite Saisontor des dänischen Stürmers, und das am Vorabend seines 27. Geburtstages. "Für einen Stürmer sind Erfolgserlebnisse enorm wichtig", erklärte Teamkollege Liendl. "Diesmal hatte er wieder drei, vier gute Chancen. Wie Christian dann das Tor gemacht hat, war überragend."

Michael Liendl gibt Devise vor

Aus der Drehung war der im Winter verpflichtete Däne erfolgreich gewesen. Liendl gab letztlich – trotz aller Warnungen – die Devise für das Spiel gegen Bochum aus. "Wenn wir so gut spielen wie heute, ist es egal, wie viele Punkte man letztlich zum Klassenerhalt braucht", meinte der Spielmacher in Dresden, "denn dann bleiben wir auf jeden Fall drin."

 

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