Löwen-Hauptsponsor Muss der TSV 1860 sein Darlehen zurückzahlen? Jetzt spricht "die Bayerische"

, aktualisiert am 19.02.2020 - 14:11 Uhr
Martin Gräfer, Vorstand bei Löwen-Hauptsponsor "die Bayerische". Foto: sampics/Augenklick

Fordert Hauptsponsor "die Bayerische" die Rückzahlung des Darlehens vom TSV 1860? Am Mittwoch nahm die Versicherungsgesellschaft Stellung – und äußerte sich auch zu einem möglichen Einstieg als weiterer Gesellschafter.

 

München - Wie hoch wird der Etat sein, mit dem der TSV 1860 in die kommende Saison geht? Die Planungen für die nächste Spielzeit laufen an der Grünwalder Straße bereits auf Hochtouren – ihr Ausgang ist allerdings noch völlig offen.

Ein Grund dafür ist ausgerechnet "die Bayerische": Nach AZ-Informationen kann der Löwen-Hauptsponsor sein Zwei-Millionen-Darlehen aus dem Sommer 2017 wieder einfordern, da Sechzig durch die Winter-Transfers von Marin Pongracic und Julian Weigl außerplanmäßige Einnahmen in Höhe von 2,9 Millionen Euro erwirtschaftet hat. Von diesem Recht würde die Versicherungsgesellschaft aber womöglich absehen, etwa bei einem Einstieg als dritter Gesellschafter.

"die Bayerische" ist zu Einstieg beim TSV 1860 bereit

Am Mittwoch nahm der Sechzig-Sponsor auf AZ-Nachfrage Stellung zu dieser Thematik. "Darlehen dürfen und können Unternehmen nur vergeben, wenn diese auch einen Gegenwert oder eine angemessene Besicherung enthalten", erklärt der Konzern. Auf Details zu den aktuellen Verhandlungen wolle man aus Gründen der Vertraulichkeit nicht eingehen.

Zu einem tiefergehenden Engagement, etwa im Falle einer Kapitalerhöhung, sei man aber weiter bereit. "Die Bayerische wurde von den beiden Gesellschaftern (HAM und der TSV 1860 e.V., d. Red) im Herbst 2019 gefragt, ob das Unternehmen als zusätzlicher Ankeraktionär neben anderen in Form einer Kapitalerhöhung bei der KGaA zur Verfügung stünde. Dazu sind wir grundsätzlich bereit und es finden hierzu vertrauensvolle Gespräche mit allen Beteiligten statt", teilt der Löwen-Hauptsponsor in seiner Stellungnahme mit.

Hasan Ismaik knüpft Kapitalerhöhung an Bedingungen

Bei einer konkreten Anfrage seitens der Gesellschafter sei man zu einem Einstieg bereit, "am liebsten zusammen mit einer Reihe weiterer Investoren, die sich ebenfalls für den Erfolg der Löwen einsetzen wollen." Eine führende Rolle wolle man dabei allerdings nicht einnehmen.

Investor Hasan Ismaik erneuerte in einem Interview mit der "Passauer Neuen Presse" seine Bereitschaft, einen weiteren Gesellschafter ins Boot zu holen, knüpfte diese aber an konkrete Bedingungen. "1860 braucht kein kleines Konsortium, sondern einen zuverlässigen und großen Partner, der sofort bereit ist, 10 bis 20 Millionen Euro zu investieren. Bis heute warten wir auf Vorschläge", erzählte der Jordanier.

Dürfte somit viel zu diskutieren sein in den Arbeitsgurppen, die bei den Sechzgern nach der Absage einer geplanten Aufsichtsratssitzung diverse Themen vorantreiben sollen - auch die Etatplanungen und eine mögliche Kapitalerhöhung.

 

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