Löwen 1860: Bei Anruf Transfer!

Löwen-Trainer Reiner Maurer Foto: Lackovic

Am Samstag berichtete die AZ exklusiv über die Einigung mit dem Investor, die 1860 frisches Geld bringt. Hier erklären die Löwen, wie sie sich nun schon im Winter verstärken wollen.

 

München - Florian Hinterberger hat’s erwischt. Eine Erkältung. Bei diesem ungemütlichen Wetter wahrlich keine Seltenheit. Doch der Sportchef der Löwen sollte sich bemühen, so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen. „Am Montag werde ich wieder am Trainingsgelände sein”, verspricht er. Das ist auch gut so. Denn auf ihn wartet noch mehr Arbeit als sonst. Bei Investor Hasan Abdullah Ismaik kann er sich dafür bedanken.

Wie die AZ in ihrer Wochenendausgabe exklusiv berichtete, öffnet der Investor für die Löwen seine Geldbörse. Nicht nur, damit der 2,3 Millionen schwere Liquiditätsnachweis erbracht werden kann, den der Ligaverband bis zum kommenden Freitag einfordert. Sondern auch, um die Mannschaft zu verstärken. Laut Statthalter Hamada Iraki stünde ein weiterer siebenstelliger Betrag für Verstärkungen zur Verfügung – als langfristiges Darlehen. Dieses soll dann im Laufe der Zeit aus Gewinnen der KGaA und aus 50 Prozent der künftigen Transfererlösen zurückgezahlt werden.

Die Löwen sind von der Bereitschaft Ismaiks begeistert. „Das ist schön zu wissen, da freuen wir uns natürlich. Endlich kommen wir mal einen Schritt weiter”, sagt Geschäftsführer Robert Schäfer. „Das ist ein faire Lösung, die zeigt, wie wichtig ihm sein Einstieg bei uns ist”, so Schäfer weiter.

Doch auch der Geschäftsführer kann die Probleme der ersten sechs Monate der Kooperation – etwa das Machtgerangel – nicht leugnen. „Die Streitigkeiten aus dem ersten halben Jahr sind ja nicht wegzudiskutieren", sagte er. Da kommt solch eine Nachricht natürlich äußerst gelegen. Schäfer will in der Zeit, seitdem Ismaik bei 1860 eingestiegen ist, eine Qualität besonders ausgemacht haben: „Bislang hat er immer sein Wort gehalten. Ich habe ihn als einen sehr verlässlichen Menschen kennengelernt."

Sicherlich wird den Löwen ein Echo entgegenhallen, wenn sie mit dem Geld Ismaiks auf Shopping-Tour gehen. Der Einstieg wurde schon vor einem halben Jahr sehr kritisch beäugt. Schäfer dazu: „Dieses Engagement ist ein großes Glück für uns, und so sollte man es auch mal akzeptieren.”

Sportchef Florian Hinterberger kann seine Suche nach Neuzugängen nun also intensivieren. „Bestehende Kontakte gehen immer wieder auf und zu. Aber man kann Dinge natürlich vorbereiten.” Einige Spieler habe man laut Hinterberger im Blick. „Es sind einige interessante dabei”, sagt Trainer Reiner Maurer. Ab jetzt gilt: Bei Anruf: Transfer!

Auch er würde sich sicherlich über eine neue Kraft freuen, da der Löwen-Kader nach den Abgängen von Manuel Schäffler (Ingolstadt) und Dennis Malura (Heidenheim) auf nur 22 Akteure geschrumpft ist. Zuletzt musste sogar ein Co-Trainer im Trainingsspiel mitwirken. sein. „Wir wollen uns gezielt umschauen. Aber alles, was wir machen, wird in einem vernünftigen Rahmen geschehen”, sagt Maurer.

Für welche Position man sich genau umschaue, will Schäfer nicht genau verraten. Nur so viel: „Wir haben ein paar Positionen im Auge.” Sportchef Hinterberger wird da konkreter: „Priorität hat die Defensive.”

 

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